Saarbrücker Zeitung: Polizeigewerkschaft sieht Wachpolizisten kritisch

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Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat sich
kritisch zum Vorschlag von Bundesinnenminister Thomas de Maizière
(CDU) geäußert, künftig vermehrt Wachpolizisten für den
Einbruchsschutz einzusetzen. GdP-Vize Jörg Radek sagte der
„Saarbrücker Zeitung“ (Freitag): „Ich bin da sehr skeptisch. Ein
Polizist wird so auf einen Melder reduziert.“ Der Polizeiberuf sei
aber „komplexer und anspruchsvoller, als dass er durch
Hilfspolizisten erledigt werden könnte“.

Radek betonte weiter, der Bürger werde Ansprüche an einen
uniformierten Wachpolizisten stellen, „den der dann gar nicht
erfüllen kann“. Vor allem de Maizières Plan, Wachpolizisten zu
bewaffnen, sei problematisch. „Mir wird unwohl bei dem Gedanken, dass
man nach einer dreimonatigen Ausbildung schon mit einer Waffe im Kiez
Streife gehen soll.“ Die Ausbildung für den Schusswaffeneinsatz müsse
wie bisher umfassend bleiben, da es sich bei einem Einsatz der Waffe
„um die Ultima Ratio schlechthin“ für Polizisten handele, so Radek.

Der GdP-Vize forderte, Polizisten endlich von den vielen
Verwaltungstätigkeiten zu befreien, um mehr Beamte auf die Straße zu
bringen.

Pressekontakt:
Saarbrücker Zeitung
Büro Berlin

Telefon: 030/226 20 230

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