Saarbrücker Zeitung: Sportausschuss-Chefin Freitag warnt vor voreiligen Schlüssen bei angeblichem WM-Skandal – DFB soll Gegenbeweise liefern

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Die Vorsitzende des Sportausschusses im
Bundestag, Dagmar Freitag (SPD), hat vor voreiligen Schlüssen im
Zusammenhang mit den Vorwürfen bei der Vergabe der Fußball-WM 2006 an
Deutschland gewarnt. „Für eine endgültige Bewertung ist es noch zu
früh“, sagte sie der „Saarbrücker Zeitung“ (Monatag-Ausgabe).

„Auf der einen Seite denke ich, dass ein Magazin wie der „Spiegel“
nicht an die Öffentlichkeit gehen würde, wenn es sich der Sache nicht
sicher wäre.“ Auf der anderen Seite habe außer dem „Spiegel“ noch
keiner die Belege gesehen, auf die sich die Vorhaltungen stützten,
erläuterte Freitag. Umgekehrt gelte das allerdings auch für den DFB.
„Der DFB und auch sein Präsident weisen jegliche Vorwürfe zurück. Das
ist ihr gutes Recht. Doch was bislang fehlt, sind Belege, dass es
tatsächlich anders war“, so Freitag.

Politisch sieht die Sozialdemokratin derzeit keinen
Handlungsbedarf. „Wir haben ja keine Ermittlungsbefugnisse. Wenn es
sich um strafrechtlich relevante Vorgänge handeln sollte, dann ist
das Sache der Ermittlungsbehörden“, meinte Freitag.

Pressekontakt:
Saarbrücker Zeitung
Büro Berlin

Telefon: 030/226 20 230

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