Saarbrücker Zeitung: Verbandspräsident zu Guttenberg beklagt Folgen des Klimawandels für deutschen Wald – Umstieg auf neue Baumarten notwendig Berlin / Saarbrücken –

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Der Klimawandel macht der deutschen
Forstwirtschaft bereits jetzt zu schaffen. „Wir haben mehr Orkane,
mehr Trockenheit, mehr Schädlinge und mehr Waldbrände als früher“,
sagte der Präsident der Arbeitsgemeinschaft der Waldbesitzerverbände,
Philipp Franz zu Guttenberg, der Saarbrücker Zeitung
(Donnerstag-Ausgabe). „Sicher werden wir auf eine breitere Palette
von Baumarten zurückgreifen müssen, weil viele unserer bisherigen
Baumarten den neuen Standortbedingungen nicht gewachsen sind“, so zu
Guttenberg. Bei Fichte, Buche und Eiche gebe es durch Trockenheit und
Schädlingsbefall teilweise große Schäden. „Wir werden also vermehrt
auf klimatolerante Baumarten wie die Douglasie, die Roteiche oder die
Küstentanne ausweichen müssen.“ Auf die steigende Waldbrandgefahr
müsse jeder Besucher mit verantwortungsbewussterem Verhalten
reagieren. „Für die Behörden bedeutet die Entwicklung, dass die
Waldbrandüberwachung wahrscheinlich deutlich ausgebaut werden muss.“
Zu Guttenberg beklagte auch den anhaltenden Flächenverbrauch von rund
80 Hektar pro Tag für Siedlungs- und Verkehrsflächen. De facto seien
es sogar 160 Hektar pro Tag, weil für jede versiegelte Fläche
Ausgleichsflächen benötigt würden, die dann der Waldbewirtschaftung
fehlten. „Das führt dazu, dass wir schon jetzt auf Holzimporte aus
Ländern mit geringen Nachhaltigkeitskriterien zurückgreifen müssen,
weil es in Deutschland nicht mehr genug forstwirtschaftlich genutzte
Flächen gibt“, kritisierte zu Guttenberg.

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