Save the Children stellt „Kinderfreundlichen Raum“ als Modell für deutschlandweiten Kinderschutz vor

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Save the Children, die weltweit größte unabhängige
Kinderrechtsorganisation, stellt heute in Berlin den ersten
„Kinderfreundlichen Raum“ in der Notunterkunft in Berlin-Tempelhof
vor. Er dient als Modell für standardisierten Kinderschutz, wie ihn
die Kinderrechtsorganisation auf Flüchtlingsunterkünfte
deutschlandweit übertragen möchte. Das Pilotprojekt wird in
Zusammenarbeit mit dem Berliner Senat, dem Betreiber der Unterkunft
(Tamaja GmbH) und mit Unterstützung von IKEA und der IKEA Stiftung
realisiert.

„In den deutschen Flüchtlingsunterkünften leben zahlreiche Kinder,
die im Grunde wie Erwachsene behandelt werden“, kritisiert Kathrin
Wieland, Geschäftsführerin von Save the Children Deutschland. „Ihre
besonderen Bedürfnisse und ihre hohe Schutzbedürftigkeit werden kaum
wahrgenommen, noch sind sie flächendeckend rechtlich verankert.
Deshalb sind wir sehr dankbar, dass uns die IKEA Stiftung dieses
wichtige Pilot-Projekt finanziert. In Tempelhof setzen wir
Kinderschutz in die Praxis um – eine wichtige Voraussetzung für eine
gelungene Integration.“

„Im Rahmen der langjährigen internationalen Partnerschaft zwischen
Save the Children und IKEA haben wir die Organisation als äußerst
kompetenten Experten in Sachen Kinderschutz kennengelernt“, sagt
Peter Takacs, Geschäftsführer der IKEA Stiftung. „Deren Erfahrungen
sind für die derzeitige Situation in Deutschland enorm wertvoll. Wir
sind deshalb sehr froh, uns mit diesem Projekt auch in Deutschland
gemeinsam für Kinderrechte stark machen zu können.“

Seit der Eröffnung im Dezember 2015 werden in dem
Kinderfreundlichen Raum bis zu 60 Kinder täglich in der Zeit von 9
bis 17 Uhr betreut. Die Mitarbeiter haben einen pädagogischen
Hintergrund und wurden in Psychologischer Erster Hilfe (PFA),
Kinderrechten und -schutz geschult. Die Angebote der
„Kinderfreundlichen Räume“ bereiten die Mädchen und Jungen auch auf
deutsche Kitas und Schulen vor.

„Kinderfreundliche Räume“ sind als „Child Friendly Spaces“ (CFS)
bereits seit Jahrzehnten internationaler Standard in Krisen. Sie
stellen für Kinder während oder nach einer Notsituation einen
sicheren Zufluchtsort dar, in dem sie vor Risiken geschützt sind,
Stress abbauen und einfach Kind sein können. Durch qualifiziertes
Personal und einen strukturierten Tagesablauf bekommen Mädchen und
Jungen wieder ein Gefühl von Normalität und Sicherheit in einer
Situation, in der nichts mehr so ist, wie es war.

Save the Children Deutschland setzt sich dafür ein, dass der
Kinderschutz im Rahmen des Flüchtlingszuzugs mehr Beachtung findet.

Zusatzmaterial:

Mehr zur aktuellen Situation der Kinderflüchtlinge in Deutschland
finden Sie in unserem Kurzreport: http://ots.de/NnBKT

Bilder und Erlebnisberichte von Flüchtlingskindern in Tempelhof
zum Download unter: http://www.savethechildren.de/index.php?id=2047

Bilder zum Download unter:
http://storycentral.savethechildren.org.uk/?c=34255&k=5a8d3986f9
(Kinderfreundlicher Raum in Tempelhof)
http://storycentral.savethechildren.org.uk/?c=34256&k=7306b3ce76
(Child friendly spaces international)

Pressekontakt:
Save the Children Deutschland e.V.
Pressestelle – Claudia Kepp
Tel.: +49 (30) 27 59 59 79 – 28
Mail: Claudia.kepp@savethechildren.de

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