Schummer: Europäischen Dialog zur Zukunft der Werkstätten für behinderte Menschen fortsetzen

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Straßburger Kreis tagte bei Unionsfraktion

Gemeinsam mit dem Straßburger Kreis hat die Unionsfraktion am
Montag ein europäisches Fachgespräch zur Zukunft der Arbeit für
Menschen mit Behinderungen in Werkstätten veranstaltet. Dazu erklärt
der Beauftragte für Menschen mit Behinderungen der CDU/CSU-Fraktion
im Deutschen Bundestag, Uwe Schummer:

„Menschen mit Behinderungen haben vielfältige Talente. Deswegen
brauchen sie verschiedene Arbeitsmodelle, in denen sie ihre
Fähigkeiten ausschöpfen können. Mit dem Ausbau von
Integrationsbetrieben und neuen Instrumenten wie dem –Budget für
Arbeit– soll dies in Deutschland künftig besser gelingen. Auch die
Werkstätten selbst gehen neue Wege: Sie gründen eigene
Integrationsbetriebe, schaffen Außenarbeitsplätze in Unternehmen des
ersten Arbeitsmarktes oder organisieren sich als –virtuelle–
Werkstätten.

Wie Arbeit für Menschen mit Behinderungen in anderen europäischen
Ländern organisiert wird, haben die Vertreterinnen und Vertreter des
Straßburger Kreises aus Luxemburg, Frankreich, Portugal, Spanien und
Österreich eindrucksvoll geschildert. Deutlich wurde, dass in allen
Ländern weiterhin Bedarf an geschützten Arbeitsplätzen besteht. Statt
Menschen mit Behinderungen einzustellen, wählen die meisten
Unternehmen den Weg der Ausgleichsabgabe, etwa in Frankreich.
Luxemburg hingegen hat ein Anreizsystem für Arbeitgeber entwickelt
und setzt damit auf Belohnung statt auf Strafzahlungen.

Wie in Deutschland sind psychische Erkrankungen auch in den
anderen Ländern auf dem Vormarsch. Immer mehr Menschen werden in der
Folge dauerhaft erwerbsunfähig, was die Beschäftigungssysteme für
behinderte Menschen vor neue Herausforderungen stellt. Ein
fortlaufender europäischer Dialog ist aus Sicht der Unionsfraktion
sinnvoll, um gemeinsam über Lösungen zu beraten.

Zentrale Unterschiede bestehen bei den Regelungen zur Entlohnung
sowie zur Mitbestimmung in Werkstätten. Der Straßburger Kreis will
ein europäisches Netzwerk für Werkstattbeschäftigte aufbauen. Dieses
Vorhaben wird die Unionsfraktion aktiv unterstützen.“

Pressekontakt:
CDU/CSU – Bundestagsfraktion
Pressestelle
Telefon: (030) 227-52360
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