Schummer: Opfer aus Heimen der Behindertenhilfe erhalten ab 2017 Hilfen

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Kabinett beschließt Stiftung „Anerkennung und
Hilfe“

Das Bundeskabinett hat am heutigen Mittwoch die Stiftung
„Anerkennung und Hilfe“ beschlossen. Ab Anfang 2017 sollen die von
Bund, Ländern und Kirchen zugesicherten Hilfen an die ehemaligen
Opfer von Gewalt und Missbrauch in früheren Heimen der
Behindertenhilfe ausgezahlt werden. Dazu erklärt der Beauftragte für
Menschen mit Behinderungen der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen
Bundestag, Uwe Schummer:

„Die Stiftung –Anerkennung und Hilfe– ist aktuell im Aufbau und
soll Anfang 2017 ihre Arbeit aufnehmen. Für die betroffenen Menschen,
die seit Jahren für Entschädigung und vor allem Anerkennung ihres
Unrechts kämpfen, ist das eine gute Nachricht. Sie erhalten ab
kommendem Jahr eine Geldpauschale in Höhe von 9.000 Euro sowie
Rentenersatzleistungen von 3.000 Euro bzw. 5.000 Euro für die
Arbeitsleistungen während ihrer Zeit in den Einrichtungen.

Nach langen und schwierigen Verhandlungen mit den Bundesländern
ist die Union insbesondere Bundeskanzlerin Angela Merkel dankbar, die
die Einrichtung der Stiftung durchgesetzt hat.

Damit die Betroffenen ihre Anträge so einfach wie möglich stellen
können, werden regionale Beratungsstellen aufgebaut. Für die Union
ist wichtig, dass diese barrierefrei arbeiten. Angebote in Leichter
Sprache müssen selbstverständlich sein. Zudem müssen die
Anlaufstellen öffentlichkeitswirksam bekannt gemacht werden, damit
alle Betroffenen zügig an die Hilfeleistungen kommen, die ihnen seit
Jahren zustehen.“

Hintergrund:

Im Jahr 2012 wurden die Fonds „Heimerziehung in der Bundesrepublik
Deutschland in den Jahren 1949 bis 1975″ und „Heimerziehung in der
DDR in den Jahren 1949 bis 1990″ von Bund, Ländern und Kirchen
errichtet. Schon damals war bekannt, dass es in Heimen der
Behindertenhilfe und stationären Psychiatrien ebenfalls zu Missbrauch
und Gewalthandlungen kam, doch der Personenkreis wurde damals nicht
in die Fonds „Heimerziehung“ einbezogen. Der Deutsche Bundestag hat
mit fraktionsübergreifendem Beschluss vom 7. Juli 2011 die
Bundesregierung aufgefordert, in Abstimmung mit den Bundesländern
sowie den Kirchen auch für diese Menschen Hilfen auf den Weg zu
bringen. Nach langen Verhandlungen haben sich Bund, Länder und
Kirchen 2016 verständigt und die Stiftung „Anerkennung und Hilfe“
beschlossen, um den Opfern aus Heimen der Behindertenhilfe und
Psychiatrien die entsprechenden Hilfen zukommen zu lassen.

Pressekontakt:
CDU/CSU – Bundestagsfraktion
Pressestelle
Telefon: (030) 227-52360
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