Schwäbische Zeitung: Anfang vom Ende der AfD – Kommentar

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Man kann es sich schönreden: Der frühere
BDI-Chef Henkel ist Führung gewohnt. Ein Alphatier, das sich nur
schwer in Gremien anderen Alphatieren unterordnen kann. Das mit ihm
und der AfD konnte ja nichts werden, werden nun einige sagen.

Tatsächlich ist der Abgang des wirtschaftsliberalen
Aushängeschilds der Partei nach nur wenig mehr als einem Jahr eine
Katastrophe für die AfD. Es ist das Fanal, dass der Richtungsstreit
zwischen mit Pegida flirtenden Rechtsnationalen einerseits und
enttäuschten CDU- und FDP-Wählern andererseits auf allen Ebenen tobt:
Vom Ortsverband bis zum EU-Parlament bekriegen sich beide Seiten seit
Monaten mit zunehmender Härte. Jeder Versuch, das Feuer zu löschen,
ist bislang gescheitert. Auch der nun angekündigte
Mitgliederentscheid wird den Streit nicht beenden.

Die Strategie von Parteichef Lucke, die Unzufriedenen einzubinden,
einzuwickeln und dann einzunorden, ist gescheitert. Längst gibt es
zwei Parteien unter dem gemeinsamen Dach AfD, die sich unversöhnlich
gegenüberstehen. Wer immer sich durchsetzt, wird viele Sympathisanten
verlieren. Die AfD steht am Anfang vom Ende.

Pressekontakt:
Schwäbische Zeitung
Redaktion
Telefon: 0751/2955 1500
redaktion@schwaebische-zeitung.de

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