Schwäbische Zeitung: Falsches Signal – Kommentar zu Güterbahnhöfen

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Bahnchef Rüdiger Grube will den Verkehrskonzern
mit dem Programm „Zukunft der Bahn“ sanieren. Da ist es nur logisch,
dass er die Verlustbringer unter die Lupe nimmt. Der Güterverkehr hat
2015 rund 180 Millionen Euro Verlust eingefahren, während die
Logistiktochter Schenker eine Cashcow ist. Schenker kombiniert Luft-,
Seefracht und Straßenverkehr. Die dazu gehörige Transa hat sich auf
Container-Transporte spezialisiert.

Mit der Schließung von Güterbahnhöfen könnte die Bahn also ihre
eigene Logistiksparte stärken. Zumal Schenker in den nächsten Jahren
an der Börse platziert werden soll. Kritiker werfen der Bahn zudem
vor, sie habe die Güterverkehrssparte vernachlässigt und damit die
Abwärtsspirale in Gang gesetzt. Bei einem privatwirtschaftlichen
Konzern mag man das alles plausibel finden. Doch die Deutsche Bahn
ist ein Staatsunternehmen. Und das im Aufsichtsrat vertretene
Bundesministerium für Verkehr hat sich zum Ziel gesetzt, den
Güterverkehr auf den Schienen zu stärken und die Straßen zu
entlasten. Da muss man sich schon fragen, ob die Politik das wirklich
ernst meint.

Pressekontakt:
Schwäbische Zeitung
Redaktion
Telefon: 0751/2955 1500
redaktion@schwaebische-zeitung.de

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