Schwäbische Zeitung: Gefahr in der Herzkammer – Kommentar zur Wahl in NRW

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Für die SPD wird es gefährlich eng. Nicht nur
in Nordrhein-Westfalen, der sogenannten Herzkammer der SPD. Gerade
erst sind die Genossen mit größter Euphorie und ihrem
100-Prozent-Vorsitzenden Schulz ins Jahr gestartet, schon drohen neue
Rückschläge. Dass es für Rot-Grün an Rhein und Ruhr nicht mehr
reichen wird und eine Große Koalition nötig wird, gilt als nahezu
sicher. Hannelore Krafts Beliebtheit hat stark abgenommen, ihr
Innenminister Jäger hat versagt und die Schulpolitik der grünen
Ministerin Löhrmann hat viele verärgert.

Es ist Krafts größtes Glück gewesen, dass auch der
CDU-Herausforderer Armin Laschet im Wahlkampf eher blass blieb und
seine Angriffe nicht überzeugten. Allerdings bleibt er stets so
freundlich, dass man ihn sich als Vize gut vorstellen kann. Doch wenn
nun die CDU vor der SPD ins Ziel gehen sollte, wäre das ein Desaster,
nicht nur für Hannelore Kraft.

Die Herzkammer der SPD gibt den Puls der Partei vor. Die ist
gerade von Martin Schulz reanimiert worden. Ein weiterer Infarkt wäre
bedrohlich. Bei der Wahl am Sonntag geht es nicht nur um Düsseldorf,
es geht um Berlin. Vielleicht aber hängt alles gar nicht davon ab, ob
Schulz zu wenig präsent, zu wenig konkret oder einfach nur schlechter
wäre. Vielleicht liegt es an den Erdogans und Trumps dieser Welt,
dass Merkel den Wählern als verlässliche Bank wieder mehr ans Herz
wächst, ihre Partei neu beflügelt.

Pressekontakt:
Schwäbische Zeitung
Redaktion
Telefon: 0751/2955 1500
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