Schwäbische Zeitung: Gefährliche Blackbox – Kommentar zur Deutschen Bank

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Der Absturz von Deutschlands größtem
Kreditinstitut ist atemberaubend. Die Bank, die als eine der wenigen
international bedeutenden Geldhäuser den Sturm an den Märkten 2008
ohne staatliche Hilfe überstand, ist heute nur noch ein Schatten
ihrer selbst. Bei gängigen Indikatoren rangiert das Institut noch
hinter spanischen Banken und für den Internationalen Währungsfonds
ist sie sogar das größte Risiko für das Finanzsystem.

Ein Grund dafür ist das gigantische Derivateportfolio der Bank.
Auf mehr als 50Billionen Euro beläuft sich der Bestand an
Zinstauschgeschäften oder Kreditausfallversicherungen. Für Investoren
und Kunden des Instituts sind diese komplexen Papiere eine Blackbox,
denn keiner kann mit Sicherheit sagen, welche Kollateralschäden
daraus erwachsen, sollten die Märkte wieder verrückt spielen. Im
Interesse der Bank und seiner Kundschaft tut Vorstandschef John Cryan
gut daran, dieses Geschäft transparenter zu machen. Oder Teile davon
abzuwickeln.

Pressekontakt:
Schwäbische Zeitung
Redaktion
Telefon: 0751/2955 1500
redaktion@schwaebische-zeitung.de

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