Schwäbische Zeitung: Genauer hinschauen – Kommentar zur Bundeswehr

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Man muss nicht so tun, als ob bei der
Bundeswehr alles falsch liefe. Aber es ist schon ein ungeheuerlicher
Vorgang, da hat die grüne Verteidigungsexpertin Agnieszka Brugger
recht: Eine rechtsextreme Masterarbeit wird ignoriert, niemand
bemerkt den Diebstahl einer Riesenmenge an Munition, und dann stellt
sich noch heraus, dass der MAD trotz klarer Hinweise seine
Ermittlungen einstellt.

An diesem Versagen tragen viele Schuld, aber eine trägt die
Verantwortung, das ist Ursula von der Leyen. Doch gerade sie ist es
auch, die quasi von außen besser als andere neue Prozesse bei der
Bundeswehr anstoßen kann. Sie ist unnachsichtig genug, wenn es darum
geht durchzugreifen, und sei es nur, um ihre eigene Haut zu retten.
Natürlich muss bei der Bundeswehr ganz genau hingeschaut werden, wenn
es um Rechtsextremismus geht. Umso mehr, als nach dem Wegfall der
Wehrpflicht die Gefahr einer eingeschworenen Truppe wächst. Es gibt
mehr Soldaten, die in der Bundeswehr auch Karriere machen wollen und
vielleicht deshalb weniger Skandale aufdecken, selbst wenn sie sie
mitbekommen. Das muss sich ändern. Es ist richtig, den Bereich der
inneren Führung genau zu prüfen – und neu zu ordnen.

Pressekontakt:
Schwäbische Zeitung
Redaktion
Telefon: 0751/2955 1500
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