Schwäbische Zeitung: „Integration braucht Prominenz“ – Kommentar

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Wenn der Landesrechnungshof in Karlsruhe
herausfindet, dass das Integrationsministerium entweder größer werden
muss oder abgeschafft und in eine andere Behörde eingegliedert
gehört, ist das erst einmal ein gefundenes Fressen für die
Opposition.

Es ist ja schließlich Wahlkampf und die derzeitige Landesregierung
hat nach Meinung von CDU und FDP dem Thema Integration aus
politischen Gründen ohnehin schon viel zu viel Prominenz verschafft.
Dabei ist – anders als das Thema sexuelle Vielfalt im Schulunterricht
– Integration für Ministerpräsident Kretschmann eine
Erfolgsgeschichte, mit der er sich schmücken kann. Dass CDU und FDP
einem solchen von einer SPD-Ministerin geleiteten Ministerium auch
aus diesen Gründen nicht viel abgewinnen können, liegt auf der Hand.

Integration und die Bemühungen darum brauchen eine große
Öffentlichkeit. Sonst versauern sie als gut gemeinte Grundsatzpapiere
in irgendeiner Unterabteilung eines Ministeriums. Dafür braucht es
ein ordentliches Budget und ein politisches Gesicht.

Pressekontakt:
Schwäbische Zeitung
Redaktion
Telefon: 0751/2955 1500
redaktion@schwaebische-zeitung.de

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