Schwäbische Zeitung: Kommentar: Hilferufe bayerischer Städte gerechtfertigt

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Die Städte haben kein Geld zu verlieren – zumal
viele von ihnen sowieso in finanziellen Schwierigkeiten stecken.
Anders als bei Engpässen des Bundes oder der Länder bekommen dies
Bürger auch viel schneller mit: wenn etwa das Freibad oder die
Stadtbücherei schließen müssen oder Schulen und Kindergärten
verfallen.

Das heißt, die Stadtoberen sind in der Regel in engerem Kontakt
mit dem Bürger als Regierungen auf Landes- oder Bundesebene. Sie
haben deshalb bereits früh sozialen Sprengstoff gewittert, sollten
wegen Geldmangels Alteingesessene mit Flüchtlingen um verbliebene
Restmittel konkurrieren.

Kein Bürgermeister kann Interesse daran haben, wenn neue
Problemzonen entstehen. Oft hat er mit alten sozialen Brennpunkten
genug zu tun. Mit dem Beschaffen von zusätzlichen finanziellen
Mitteln fürs Krisenmanagement tun sich die Städte aber schwer. Das
Schröpfen der Bürger oder des Gewerbes hat seine Grenzen. Bleibt also
zumindest für ärmere Städte nur das Rufen nach Landes- und
Bundeshilfen. Wenigstens sie sollten auch erhört werden – schon um
dort den sozialen Frieden zu bewahren.

Pressekontakt:
Schwäbische Zeitung
Redaktion
Telefon: 0751/2955 1500
redaktion@schwaebische-zeitung.de

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