Schwäbische Zeitung: Kommentar zum G36: Noch kein Ende der Affäre

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Beim G36 ist es – salopp gesagt – genau
umgekehrt wie beim VW. Auf dem Prüfstand hat es versagt, in den
Bundeswehreinsätzen aber soll es sich bewährt haben, so der neue
Prüfbericht. Soldaten zollten dem Gewehr hohes Lob. Als „voll
einsatztauglich“ hatte auch von der Leyens Vorgänger de Maizière das
Gewehr empfunden. Deshalb sprachen viele von einem „Schuss aus der
Hüfte“, als Ursula von der Leyen, wohl auch um sich als starke
Reformerin zu präsentieren, im April die Ausmusterung des Gewehrs
ankündigte.

Sie hatte das G36 unter Laborbedingungen prüfen lassen, es wurde
eine unzureichende Trefferwahrscheinlichkeit festgestellt. Hätte sie
die weiteren Prüfberichte abwarten sollen? Vom heutigen Wissensstand
aus gesehen wäre das wohl besser gewesen.

Es ändert aber nichts an der Tatsache, dass wegen der völlig
veränderten Anforderungen der Bundeswehr in den neuen Einsatzgebieten
andere Waffen nötig sind. Verteidigungsministerium und
Waffenhersteller Heckler & Koch streiten weiter vor Gericht. Das Ende
der Affäre ist noch nicht absehbar.

Pressekontakt:
Schwäbische Zeitung
Redaktion
Telefon: 0751/2955 1500
redaktion@schwaebische-zeitung.de

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