Schwäbische Zeitung: Kommentar zur Bürgersprechstunde in Russland: Märchen ohne Happy-End

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Die als „Putins Märchenstunde“ bekannte
alljährliche Frage-und-Antwort-Show mit dem Präsidenten garantiert
dem russischen Fernsehen stets hohe Einschaltquoten. Das war auch
diesmal nicht anders – wobei jedoch der Kremlchef sein Volk im
3,5-stündigen Hotline-Marathon nicht mit vielen schönen Märchen
erfreuen konnte.

Probleme, wohin man blickt: In Russlands „gelenkter Demokratie“
erwarten die Bürger, dass sich der Staatschef selbst um kleinste
Probleme wie kaputte Straßen oder überquellende Müllhalden kümmert,
solange es keine effiziente Verwaltung gibt. Und so wurde Putin mit
vielen Klagen konfrontiert. Die Erfolgsmeldungen blieben rar, was
angesichts der Wirtschaftsmisere der Atommacht nicht erstaunlich ist.

Auffällig sind die freundlichen Töne Putins in Richtung USA. Der
starke Mann in Moskau nennt Obama einen „anständigen“ Politiker und
würdigt die positive Zusammenarbeit mit Washington. Das ist ein gutes
Signal für die neue Runde der Syrien-Gespräche, die in Genf beginnt.

Pressekontakt:
Schwäbische Zeitung
Redaktion
Telefon: 0751/2955 1500
redaktion@schwaebische-zeitung.de

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