Schwäbische Zeitung: „Querschläger inklusive“ – Kommentar zur Griechenland-Sondersitzung des Bundestages

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Mit Kopfschmerzen dafür, mit Bauchschmerzen
dagegen – so wie vielen Deutschen geht es auch den
Bundestagsabgeordneten, die über weitere Verhandlungen mit
Griechenland abzustimmen haben. Wenn sie auf die Bürger in ihren
Wahlkreisen hörten, müssten sie wohl mit Nein stimmen. Viele sind
genauso wütend, haben aber das größere Ziel, ein funktionierendes
Europa im Auge. Natürlich wäre es eine Brüskierung der
Bundesregierung und auch der europäischen Partner, den so mühsam
errungenen Kompromiss wieder infrage zu stellen. Deshalb gibt es
wenig Zweifel, dass Merkel und Schäuble das Ja zu weiteren
Verhandlungen mit Griechenland bekommen.

Zu Recht ärgern sich allerdings SPD und Grüne darüber, dass
Wolfgang Schäuble zeitgleich verkündet, ein Grexit wäre besser
gewesen. Da kann Rechthaberei eine Rolle spielen, bei einem so
überzeugten Europäer wie Schäuble liegt aber die Annahme nahe, dass
er mit diesen Äußerungen vor allem den Druck auf Griechenland
aufrechterhalten will. Doch weder die griechischen Reaktionen noch
der deutsche Finanzminister stärken die Hoffnung, dass die Hilfe
diesmal gelingt.

Pressekontakt:
Schwäbische Zeitung
Redaktion
Telefon: 0751/2955 1500
redaktion@schwaebische-zeitung.de

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