Schwäbische Zeitung: Beschämend – Kommentar

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Vorneweg das Traurige: Noch immer ist das
Gewaltproblem im Umfeld von Fußballspielen nicht gelöst, ganz
verschwinden wird es wohl nie. Es ist beschämend, dass es
„Hochsicherheitsspiele“ überhaupt gibt. Allerdings sind auch die
Auslöser der Debatte, die randalierenden Schwachköpfe, Teil der
Bevölkerung.

Beschämend ist auch, dass nun ums Geld gestritten wird. Wären im
Land genug Mittel vorhanden, würde es den Zoff zwischen Bremen und
der DFL nicht geben. Unstrittig ist doch, dass es zu den ureigenen
Aufgaben der Polizei zählt, für die öffentliche Sicherheit zu sorgen.

Vordergründig sind die Argumente der Hansestadt schlüssig. Auch
hätte die DFL genug Geld, um die Einsätze zu bezahlen. Dass sich die
Liga wehrt, ist jedoch völlig richtig. Denn: Ist der Fußball schuld,
dass Vandalen ihn missbrauchen? Soll der Fußball die Zeche für ein
gesellschaftliches Gewaltproblem zahlen? Ein Problem, dessen Lösung
auch Aufgabe der Politik ist. Und wer zahlt, wenn sich die Dummköpfe
bei Amateurspielen prügeln? Wenn es Ärger gibt, muss der Staat seine
Bürger schützen. Auch beim Fußball.

Pressekontakt:
Schwäbische Zeitung
Redaktion
Telefon: 0751/2955 1500
redaktion@schwaebische-zeitung.de

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