Schweriner Volkszeitung: Stasi-Forschung in Rostock – Der noch amtierende Kultusminister Mathias Brodkorb signalisierte, die Stasiunterlagen künftig in Rostock zusammenzuführen und die Schweriner Außenstelle zu schließen.

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Schwerin. Der noch amtierende Kultusminister und
SPD-Fraktionschef Mathias Brodkorb signalisierte, die Stasiunterlagen
künftig in Rostock zusammenzuführen und die Schweriner Außenstelle zu
schließen, berichtet die Schweriner Volkszeitung in der
Dienstagsausgabe. Brodkorb habe mehrmals mit dem Bundesbeauftragten
für die Unterlagen der Staatssicherheit, Roland Jahn, gesprochen und
einen Briefwechsel zum Thema des künftigen Umgangs mit den Dokumenten
der Stasi-Unterlagenbehörde initiiert. Resultat: „Es macht Sinn die
Akten in der ehemaligen Rostocker Stasi-Zentrale in der
August-Bebel-Straße zusammenzuführen“ . Brodkorb schwebt ein
„Arno-Esch-Forschungszentrum zur Erforschung osteuropäischer
Diktaturen“ vor. Er machte deutlich, dass man nun auf ein Signal aus
Berlin warte. Rostock sei zudem deshalb der richtige Ort, weil es
einerseits die bedeutendste Stasizentrale im Nordosten gewesen sei
und andererseits mit der Universität und einen dort bereits
existierenden Lehrstuhl eine Einrichtung zur Verfügung stehe, um die
Akten zu erforschen. Der Rostocker Bundestagsabgeordnete der Grünen,
Harald Terpe, forderte gestern gegenüber der dpa, die Debatte über
den Umgang mit den Stasi-Akten in Mecklenburg-Vorpommern nicht länger
zu verschieben.

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