Snowden-Verfilmer Oliver Stone hält Hillary Clinton für genau so gefährlich wie Trump (FOTO)

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Der US-Regisseur und Produzent Oliver Stone (Platoon, JFK, Wall
Street) sorgt sich um sein Land und hat, mit Blick auf die
Präsidentschaftswahl, wenig Hoffnung: „Es ist keine ernsthafte Wahl.
Es geht um Show, um Persönlichkeiten, nicht um Inhalte. Es gibt keine
Hoffnung, auf keiner der beiden Seiten“, so der mehrfache
Oscar-Gewinner im Interview mit der Wochenzeitung DIE ZEIT: „Ich
sorge mich um mein Land. Ich liebe es.“

Von den Kandidaten hält er nichts, weder von Trump noch von
Clinton: „Sie ist eine Kriegerin“, so Stone. „Sie scheint keinerlei
kritische Selbstwahrnehmung zu haben, was die Kriege angeht, die sie
unterstützt hat.“ Wo man auch hinschaue, habe sie „aussichtslose
militärische Lösungen bevorzugt. Clinton mag das Militär und versteht
sich blendend mit seinen Repräsentanten. Aber dieser Bellizismus ist
keine Lösung für Amerika.“

Persönlich hätten ihn seine Erfahrungen im Vietnam-Krieg, in den
er als Freiwilliger eingezogen war, stark geprägt. „Ich bin immer
wieder schockiert, wie leichtfertig in der politischen Rhetorik der
USA mit Kriegen umgegangen wird. Sollte dieses Land einmal in eine
sehr ernste Situation kommen, wäre vielen Amerikanern nicht bewusst,
wie gefährlich die Knöpfe sind, die dann gedrückt werden können.“

Auch über seinen aktuellen Kinofilm „Snowden“ spricht Oliver Stone
mit politischem Impetus. Die Geschichte des Whistleblowers Snowden
sei schon jetzt eine der großen Geschichten dieses Jahrhunderts: „Die
Geschichte eines amerikanischen Bürgers, der seinem Gewissen
gehorcht.“

Als symptomatisch sieht Stone an, dass in den USA niemand seinen
Film über Snowden finanzieren wollte. „Es war Selbstzensur“, sagt er
über die Absagen der großen Studios in Amerika. Der Film entstand am
Ende mit Hilfe deutscher und französischer Beteiligung.

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