So bringt Deutschland Flüchtlinge in Arbeit – und profitiert davon / Politik sollte Arbeitsverbot für Asylbewerber lockern / Fachkräfte aus dem Ausland schließen demografische Lücke

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Angesichts des verschärften
Fachkräftemangels fordert der Personaldienstleister ManpowerGroup die
deutsche Politik dringend auf, das Arbeitsverbot für Asylbewerber zu
lockern und Personaldienstleistern auch bei regulärer Migration
schneller Zugang zu Arbeitskräften zu verschaffen.

Der deutsche Arbeitsmarkt weist trotz fast drei Millionen
arbeitslos gemeldeten Bundesbürgern derzeit rund 542.000 offene
Stellen aus. Besonders gesucht sind Fachkräfte aus technischen
Berufen, im Verkauf, Verkehr, Logistik sowie der
Gesundheitswirtschaft, etwa Altenpflege. Die Hälfte aller deutschen
Firmen gibt an, dass ihnen aufgrund fehlender Fachkräfte bereits
Aufträge entgehen. Verschärfend kommt hinzu, dass Deutschland in den
nächsten zehn Jahren pro Jahr 533.000 mehr Zu- als Abwanderer
benötigt, um die Lücke zu füllen, die durch das Ausscheiden der in
den 50er und 60er Jahren geborenen Babyboomer entsteht. „Die Politik
muss dringend die Gesetze vereinfachen, um ausländischen Fachkräften
Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt zu verschaffen“, fordert Herwarth
Brune, Vorsitzender der Geschäftsführung der ManpowerGroup
Deutschland. Dieser Ansicht sind auch andere namhafte Experten wie
etwa der Chef des Instituts der Deutschen Wirtschaft, Michael Hüther.

Erste Initiativen entstehen – es fehlt aber klare politische
Weichenstellung

Auf lokaler Ebene entstehen derzeit erste Initiativen. So haben
kürzlich Hamburger Gewerkschafter vom Senat der Hansestadt die
uneingeschränkte legale Arbeitserlaubnis für die sogenannten
Lampedusa-Flüchtlinge gefordert. „Das ist ein erster, guter Schritt.
Nun muss der Senat der Hansestadt Farbe bekennen“, sagt Brune.
Positiv ist zudem, dass die Anerkennung von ausländischen
Berufsabschlüssen vereinfacht worden ist. Doch die Politik ist
stärker gefordert, Maßnahmen zu ergreifen, um die entstehende
Fachkräftelücke rechtzeitig zu schließen.

Die Ablehnung eines neuen Zuwanderungsgesetzes durch
Bundesinnenminister Thomas de Maizière ist aus Sicht des
Personaldienstleisters ManpowerGroup ein enttäuschendes Signal für
die deutsche Wirtschaft. „Bereits in der Prüfungsphase der
Asylanträge sollten Arbeitserlaubnisse erteilt werden, zumindest
temporär“, sagt der Deutschland-Chef des Personaldienstleisters. Das
wird bisher nur in seltenen Ausnahmen erlaubt. „Selbst wenn sich
herausstellt, dass es sich bei einigen Antragstellern um
Wirtschaftsflüchtlinge handelt – Deutschland braucht dringend
Fachkräfte, es spricht also nichts gegen ihre Integration, wenn ihre
Fähigkeiten auf dem Arbeitsmarkt gebraucht werden.“ Die ManpowerGroup
Deutschland ist bereit, Flüchtlinge entsprechend ihrer Fähigkeiten
schnell in fair bezahlte Jobs zu bringen und sich an Qualifizierungen
zu beteiligen, etwa Sprachkursen. Der Personaldienstleister möchte
ein Pilotprojekt ins Leben rufen und benötigt dafür die Unterstützung
der Politik.

Auch die reguläre Migration aus dem EU-Ausland muss reformiert
werden

Verbesserungen der Integration in den deutschen Arbeitsmarkt sind
der ManpowerGroup zufolge auch für die „reguläre“ Migration aus dem
EU-Ausland nötig. So dürfen Nicht-EU-Bürger bei ihrem Eintritt in den
deutschen Arbeitsmarkt zunächst nicht bei Zeitarbeitsunternehmen
arbeiten, dabei haben sie dort die besten Vermittlungschancen. „Kaum
ein Unternehmen stellt Fachkräfte aus dem Ausland ein, die noch kein
Deutsch können und ihre Qualifikationen nicht wenigstens auf Englisch
schriftlich nachweisen können“, so Brune. „Zeitarbeit ist ein
wesentlicher Integrationsfaktor. Wir organisieren in Zusammenarbeit
mit der Bundesagentur für Arbeit Weiterbildungen und setzen die
Mitarbeiter auf eigenes Risiko bei Kundenunternehmen ein, die die
Fachkräfte auch von uns übernehmen können.“ Aus Sicht der
ManpowerGroup ist es daher unverständlich, dass Migranten
ausgerechnet beim Einstieg in den Arbeitsmarkt nicht von
Personaldienstleistern angestellt werden dürfen. „Häufig landen
Fachkräfte dann in Jobs, für die sie überqualifiziert sind – oder sie
bekommen erst gar keinen“, so Herwarth Brune. Die ManpowerGroup
Deutschland beschäftigt aktuell über 2.600 Mitarbeiter ausländischer
Herkunft.

Über die ManpowerGroup

Die ManpowerGroup ist weltweit führend in der Bereitstellung
innovativer Lösungen und Dienstleistungen, mit denen Unternehmen in
der sich verändernden Welt der Arbeit erfolgreich sein können. Unter
dem Dach der ManpowerGroup agieren in Deutschland an 140 Standorten
die Gesellschaften Manpower, Experis, ManpowerGroup Solutions und
Right Management. Zusammen mit den Joint Ventures Bankpower,
AviationPower und Vivento Interim Services ist die Unternehmensgruppe
Vorreiter in der Branchen- und Fachspezialisierung.

Mehr Informationen erhalten Sie unter http://www.manpowergroup.de.

Pressekontakt:
Faktenkontor GmbH
Juliana Hartwig
Ludwig-Erhard-Straße 37
20459 Hamburg
Tel.: +49 40 253 185-122
E-Mail: juliana.hartwig@faktenkontor.de

Unternehmenskontakt ManpowerGroup:
Manpower GmbH & Co. KG Personaldienstleistungen
Nicole Schütze
Düsseldorfer Straße 9
65760 Eschborn
Tel.: +49 69 153 03-186
E-Mail: nicole.schuetze@manpowergroup.de

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