Sonnenschutz: Lange Kleidung beugt bei Arbeiten im Freien Sonnenbrand vor / TÜV Rheinland: Heller Hautkrebs seit 2015 in die Liste der Berufskrankheiten aufgenommen / Tag des Sonnenschutzes 21. Juni

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Menschen, die im Freien arbeiten, haben ein doppelt
so großes Hautkrebsrisiko. Dies gilt für rund 2,7 Millionen Menschen
in Deutschland. Dazu zählen beispielsweise Bauarbeiter, Seeleute,
Dachdecker oder Landwirte. Weil der Zusammenhang zwischen
Sonneneinstrahlung und hellem Hautkrebs wissenschaftlich belegt ist,
wurden Plattenepithelkarzinome, das sind bösartige Hauttumore, und
multiple aktinische Keratosen, darunter versteht man eine frühe Form
von hellem Hautkrebs, im Januar 2015 in die Liste der
Berufskrankheiten aufgenommen. „Präventives Verhalten ist der beste
Schutz vor Hautkrebs. Atmungsaktive und UV-dichte Kleidung wie lange
Hosen, Jacken, aber auch Helme mit Nackenschutz und
Sonnenschutzmittel sind gute Maßnahmen der Vorbeugung“, sagt Dr.
Wiete Schramm, Ärztin bei TÜV Rheinland. Sie empfiehlt außerdem,
Pausen in der strahlungsintensiven Mittagszeit einzulegen. Auch
Maßnahmen der Arbeitsorganisation, wie Außenarbeiten möglichst
morgens oder am späten Nachmittag durchzuführen, sind wirksam.
Generell helfen Sonnenschirme und mobile Überdachungen vor direkter
Sonne.

Schutz gegen UVA- und UVB-Strahlen

In Urlaub und Freizeit greifen vor allem Frauen zu Sonnencremes.
„Männer haben hier noch Nachholbedarf“, weiß Dr. Wiete Schramm. Für
Erwachsene und Kinder ist es wichtig, den eigenen Hauttyp zu kennen:
Je heller der Hauttyp, desto kürzer dürfen sie sich ungeschützt in
der Sonne aufhalten. Der Lichtschutzfaktor zeigt an, um wie viel eine
Sonnencreme die Eigenschutzzeit für die maximal mögliche Zeit in der
Sonne ohne Sonnenbrand erhöht. Entgegen der häufigen Meinung
verlängert mehrfaches Auftragen nicht die Schutzzeit, und selbst wenn
die Creme den Zusatz „wasserfest“ trägt, sollte sie nach dem Duschen
oder Baden erneut aufgetragen werden. Eine gute Sonnencreme wirkt
gegen UVA- und UVB-Strahlen. Was viele nicht wissen: Bis zu einem
halben Meter unter der Wasseroberfläche kommen noch 60 bis 85 Prozent
der schädlichen Strahlen an – Sonnenschutz ist daher auch beim
Schnorcheln und Schwimmen unerlässlich.

Zum eigenen Schutz sollten sich Erwachsene regelmäßig auf
Hautkrebs untersuchen lassen. Gesetzlich Krankenversicherte ab 35
Jahre haben alle zwei Jahre Anspruch auf eine Untersuchung zur
Hautkrebsfrüherkennung.

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