Spannungsfeld Beruf und Ehrenamt: Bundesinnenminister Friedrich eröffnet THW-Unternehmerforum

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„Im THW wird Ehrenamt noch richtig gelebt. Ohne die Unterstützung der Arbeitgeber wäre dieses freiwillige Engagement allerdings nicht möglich“, sagte Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich heute in Berlin. Erstmals fand in der Bundeshauptstadt das THW-Unternehmerforum statt, eine Plattform, die das Thema Ehrenamt im Bevölkerungsschutz aus der Perspektive derer beleuchtet, die ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Ernstfall für den Katastropheneinsatz freistellen: den Arbeitgebern.

Ihre Bereitschaft, das THW nachhaltig zu unterstützen, unterstrichen die anwesenden Arbeitgeber zusammen mit dem Bundesinnenminister und dem THW-Präsidenten Albrecht Broemme und unterzeichneten im Anschluss an die Veranstaltung eine gemeinsame Erklärung. „Damit sind wir dem Ziel, Bedenken und Vorbehalten gegenüber ehrenamtlichem Engagement im Bevölkerungsschutz abzubauen und die Zusammenarbeit mit den Arbeitgebern zu verbessern, einen großen Schritt näher gekommen“, erklärte Minister Dr. Friedrich. Eine Veranstaltung wie das THW-Unternehmerforum sei zudem wichtig, um Arbeitgeber für eine Förderung des Ehrenamtes zu sensibilisieren.

Vor dem Hintergrund sich verändernder gesellschaftlicher Rahmenbedingungen – dazu zählen neben der demografischen Entwicklung insbesondere ein verändertes Freizeitverhalten sowie die Vereinbarkeit von

Ehrenamt und Beruf – gewinnt die Unterstützung des Ehrenamtes im Bevölkerungsschutz von Seiten der Arbeitgeber zunehmend an Bedeutung. Das nun vom Bundesinnenminister initiierte erste THW-Unternehmerforum stellte daher die Themen in den Mittelpunkt, die im Spannungsfeld Arbeitgeber, Gesellschaft und ehrenamtlich Engagierten wichtig sind. Hierzu saß neben dem Bundesinnenminister und dem THW-Präsidenten auch Präsident der THW-Bundesvereinigung, Stephan Mayer (MdB) auf dem Podium in der Bayerischen Landesvertretung. Stellvertretend für die Arbeitgeberseite ergänzte Dr. Ingo Luge, Vorsitzender der Geschäftsführung der E.ON Deutschland, die Gesprächsrunde. Seit einem Jahr existiert im Rahmen von Corporate Social Responsibility (CSR) eine Kooperation zwischen der E.ON AG und dem THW. Weitere Vertreter auch kleiner und mittelständischer Unternehmen, für die die Abwesenheit ehrenamtliche tä-tiger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter während der Arbeitszeit zuweilen eine besondere Herausforderung darstellen kann, füllten das Auditorium.

Der Mehrwert von ehrenamtlich im THW engagierten Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen für die Unternehmen ist offensichtlich. „Erhöhte Sozialkompetenz, die Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen, Teamfähigkeit und im THW erworbene Zusatzqualifikationen sind hier nur einige Beispiele für den Mehrfachnutzen eines THW-Engagements“, betonte THW-Präsident Albrecht Broemme. Gleichzeitig steigere eine Förderung des ehrenamtlichen Engagements die Attraktivität der Arbeitgeber und bringe eine nachhaltige Bindung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an das Unternehmen mit sich.

Das Technische Hilfswerk (THW) ist die ehrenamtliche Einsatzorganisation beim Bundesinnenministerium. Das Engagement der bundesweit rund 40.000 freiwilligen Einsatzkräfte ist die Grundlage für die Arbeit des THW im Bevölkerungsschutz. Mit seinem Fachwissen und den vielfältigen Erfahrungen ist das THW gefragter Unterstützer für Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen und andere. Das THW wird zudem im Auftrag der Bundesregierung weltweit eingesetzt. Dazu gehören unter anderem technische und logistische Hilfeleistungen im Rahmen des Europäischen Gemeinschaftsverfahrens sowie im Auftrag von UN-Organisationen.

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