Stadtentwicklung in Starnberg: Verkehrsentlastung, Seeanbindung und Elektromobilität

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Diskussionsrunde zur Elektromobilität (Bildquelle: Mandy Ahlendorf)
 

Der FDP-Ortsverband Starnberg freut sich über den erfolgreichen Auftakt der neuen Veranstaltungsreihe mit Bericht aus der Stadtratsarbeit und anschließender Information und Diskussion zu jeweils einem aktuellen Thema. Die Reihe startete Mitte November mit der Elektromobilität: „Mit unserem Beitrag rund um Elektrofahrzeuge in der Praxis konnten wir großes Interesse wecken“, erläutert Heike Barall-Quiring, Vorsitzende des FDP-Ortsverbands. „Die Erfahrungsberichte und Tipps aus erster Hand von Fahrerinnen und Fahrern haben so manchen im Publikum überzeugt. Auch die Berichte zu den aktuellen Starnberger Themen stießen auf reges Interesse und Diskussionsfreude.“ In ihrer Begrüßungsrede stellte die Vorsitzende das Vorstandsteam und die neue Zielrichtung mit einem intensiveren Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern vor. Inhaltlich ging sie auf die Stellung der FDP zur Flüchtlingsthematik ein. Aus dem 10-Punkte-Programm der Bundes-FDP wünschte sie vor allem die Integration durch Sprachkurse, Ausbildungen für Jugendliche sowie das Aufheben des Arbeitsverbots. Aber sie stellte auch klar, dass das keine Einbahnstraße sein darf, Flüchtlinge seien nicht nur zu fördern, sondern auch zu fordern.

Verkehrsentlastung

Iris Ziebart, FDP-Stadträtin und 3. Bürgermeisterin, gab anschließend einen Überblick zu Aktuellem aus dem Stadtrat: „Um die Verkehrsentlastung Starnbergs wird seit Jahren ein –Glaubenskrieg– geführt. Einen Vergleich, wieviel Entlastung die jeweils diskutierten Wege in der Stadt bringen, gab es bisher nicht. Genau das ist jetzt die Aufgabe des Verkehrsentwicklungsplans (VEP), der bereits 2011 von der FDP in Starnberg beantragt wurde. Von einer sachlich fundierten Beurteilung der Verkehrsentlastung mit Tunnel/Umfahrung erwarten wir, dass sie Frieden in der Bürgerschaft stiftet.“ Sämtliche in dem Antrag formulierten Ziele, wie auch die Steigerung der Aufenthalts- und damit der Lebensqualität in der Stadt, erarbeitet das Büro SHP in Hannover in allen Punkten.

Echte Seeanbindung

Die Haltung der FDP zur sogenannten „Seeanbindung“ ist seit 15 Jahren unverändert. Iris Ziebart bringt sie auf den Punkt: „Um zukünftig Stadt und See zu verbinden, müssen die Bahngleise zwischen Ludwigstraße/Nepomukweg und Undosa unter die Erde.“ Erst dann ist die Sicht auf den See frei, und Starnberg erhält eine großzügige und ungestörte Promenade. Das wird eine Aufwertung, setzt allerdings eine große Mehrheit voraus. „Ein Bahntunnel ist wünschenswert, wird aber noch auf sich warten lassen, so dass Maßnahmen zur Sanierung und besseren Gestaltung jetzt geboten sind.“ So ist etwa die betonierte Uferschräge ins Wasser besonders hässlich und muss in jedem Fall entfernt werden.

Elektromobilität aus erster Hand

Anschließend beleuchtete Dr. Wolfgang Ziebart, Stellvertreter im FDP-Ortsverband, verschiedene Aspekte der Elektromobilität aus seinem Wissens- und Erfahrungsschatz in Führungspositionen in der Automobilindustrie, u.a. als Technikvorstand von Jaguar Land Rover. Auf den Überblick folgte eine Diskussionsrunde mit Erfahrungsberichten und Tipps aus erster Hand. Fünf Fahrer/innen von Elektroautos begeisterten mit ihren Erfahrungen und präsentierten Fahrzeuge verschiedener Hersteller. „Neben dem Aspekt der Nachhaltigkeit überzeugt vor allem der Faktor Reichweite: Ein Mittel- oder Oberklassewagen muss bei einer Reichweite von 400 bis 500 Kilometern und einer Ladezeit von 30 Minuten den Vergleich mit einem Wagen mit Verbrennungsmotor nicht scheuen“, resümiert Dr. Ziebart. „Im Gegenteil, im Fahrverhalten bieten Elektromotoren echte Vorteile durch den höheren Wirkungsgrad. So beschleunigen die Autos schneller, laufen leise und ruhig und reagieren schnell.“ Die Batterietechnik entwickelt sich rasant weiter und die Preise reduzieren sich durchschnittlich um circa 15 Prozent pro Jahr. Auch die Akkulebensdauer ist vergleichbar mit der Lebensdauer eines Verbrennungsmotors: Nach ca. 500.000 Kilometern liegt die Reichweite einer Ladung immer noch bei etwa 80 Prozent der Kapazität des Neuwagens. Weitere Vorzüge sind die günstigeren Kosten für Service, geringerer Verschleiß für beispielsweise Bremsen, die niedrigen Kosten für das Laden mit ca. 1 bis 3 Euro pro 100 Kilometer und das größere Ladevolumen. Die Wünsche der Fahrer/innen an die Kommunen nach Ladestationen an allen großen öffentlichen Parkplätzen und die Ausstattung öffentlicher Fahrzeugflotten wie städtische Fahrzeuge und Busse mit Elektrofahrzeugen nehmen die FDP-Stadträte gerne als Anregung mit.

Bild: Diskussionsrunde zur Elektromobilität (v.l.n.r.): Dr. Wolfgang Ziebart, Paola Heidtmann-Ambrosoli (FDP Starnberg), Werner Hillebrand-Hansen (eRUDA), Arthur Dornburg (m+p E-Mobility), A. Weindler, Kai Howaldt (Howaldt Energies)

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