„Starre Fachkraftquote macht gute Pflege für alle unmöglich“ / Studie der Bundesregierung sieht stark steigenden Fachkräftemangel in der Altenpflege

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Nach einer Studie von IEGUS, WifOR und IAW im
Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zeichnet
sich in der Altenpflege ein Anstieg des Engpasses von 83.000
Arbeitskräften im Jahr 2016 auf 182.000 Personen im Jahr 2030 ab.
Gleichzeitig machen andere Studien einen erheblichen Anstieg der Zahl
der Pflegebedürftigen deutlich. Weil Digitalisierung und Einwanderung
alleine den von der Bundesregierung dargestellten deutlich sich
verschärfenden Fachkräftemangel in der Altenpflege nicht beheben
werden, fordert bpa-Präsident Bernd Meurer:

„Wenn schon die Bundesregierung eine Verschärfung des Mangels
vorrechnet, können sich die Bundesländer nicht länger hinter einer
Fachkraftquote verstecken, die rein rechnerisch nur zu einer
staatlich organisierten Verknappung des Angebotes an qualifizierten
Versorgungsangeboten in den Pflegeheimen führen kann. Wir brauchen
eine vorurteilsfreie Diskussion darüber, wie bei deutlich steigender
Zahl an pflegebedürftigen Menschen bei gleichzeitig stagnierender
Zahl an Pflegefachkräften eine begründete Qualität der Pflege und
Versorgung sichergestellt werden kann. Die Debatten über eine
generalistische Ausbildung oder um die strikte Durchsetzung einer in
nichts begründeten Fachkraftquote sind kein Beitrag zur Lösung des
Problems, sondern verschärfen dieses nur. Wird hier nicht schnell und
entschlossen gegengesteuert, zeigen sich die Folgen in
Versorgungsengpässen insbesondere für Menschen mit hohem Pflege- und
Betreuungsbedarf. Die starre Fachkraftquote macht gute Pflege für
alle unmöglich. Unsere bpa-Mitgliedseinrichtungen sind zur Erprobung
eines flexibleren Fachkräfteeinsatzes bereit.“ Die Studie finden Sie
hier.

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa)
bildet mit mehr als 10.000 aktiven Mitgliedseinrichtungen die größte
Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in
Deutschland. Einrichtungen der ambulanten und (teil-)stationären
Pflege, der Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendhilfe in
privater Trägerschaft sind im bpa organisiert. Die Mitglieder des bpa
tragen die Verantwortung für rund 305.000 Arbeitsplätze und circa
23.000 Ausbildungsplätze (siehe www.youngpropflege.de oder auch
www.facebook.com/Youngpropflege). Das investierte Kapital liegt bei
etwa 24,2 Milliarden Euro.

Pressekontakt:
Für Rückfragen: Olaf Bentlage, bpa-Pressesprecher, Tel.: 030/30 87 88
60, www.bpa.de

Original-Content von: bpa – Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V., übermittelt durch news aktuell

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