Start der neuen Folgen: „Armes Deutschland – Stempeln oder abrackern?“ (FOTO)

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Dokumentation in sechs Teilen: Lohnt sich Arbeit in Deutschland?
Neue Folgen ab Montag, den 3. Juli 2017, um 20:15 Uhr bei RTL II

Stempeln oder Abrackern – lohnt sich Arbeit in Deutschland? Die
RTL II-Dokumentation „Armes Deutschland“ begleitet Familien und
Alleinstehende in unterschiedlichsten Lebenssituationen – mit einer
gewichtigen Gemeinsamkeit: Sie sind von Sozialleistungen abhängig
oder stehen kurz davor. Doch im Umgang mit dem Leben am Rande der
Armutsgrenze unterscheiden sie sich grundlegend. Soll man sich
täglich für einen Hungerlohn abschuften – dafür aber niemandem auf
der Tasche liegen – oder Staatshilfe in Anspruch nehmen? „Armes
Deutschland“ schaut genau hin, ohne dabei zu werten. Die mit der
Kamera begleiteten Menschen beantworten die Frage, ob sich Arbeit
lohnt für sich selbst. Jeder auf seine Weise. Zwei
Lebenseinstellungen, wie sie unterschiedlicher kaum sein können.

Lohnt sich Arbeiten in Deutschland noch? Für Marcus lautet die
Antwort –nein–, denn seinen Job hat er gerade hingeschmissen. Nun
lebt der 24-jährige Kölner wieder vom Jobcenter und bezieht 365 Euro
Hartz IV plus Miete und Strom. Für ihn ganz klar die gemütlichere
Variante. Statt nach Arbeit zu suchen, erschleicht sich der
Familienvater regelmäßig Extraleistungen.

Ganz anders sieht es bei Lucia aus. Die 34-jährige
Alleinerziehende würde jeden Job machen, damit es ihrem Sohn Fotis
(5) gut geht. Trotz zwei Nebenjobs ist Lucia noch auf Unterstützung
vom Jobcenter angewiesen, um über die Runden zu kommen. Dabei
arbeitet sie schon fast jede Minute, in der Fotis im Kindergarten
ist. Vom Staat zu leben ist ihr unangenehm, deshalb muss so schnell
wie möglich Job Nr. 3 her.

Eigentlich müsste auch Marcus schnellstens etwas an der aktuellen
Situation ändern, denn rund läuft es in seinem Leben bei weitem
nicht: Das Jugendamt ist auf ihn und seine Familie aufmerksam
geworden. Lebensgefährtin Jessica (25) und die beiden Kinder Samira
(2) und Jerome (5) leben nach einem Zwischenfall im Jahr 2016
vorübergehend im Familienwohnheim. Sollten sich die Beziehung von
Marcus und Jessica nicht zum Positiven entwickeln, droht die
dauerhafte Trennung der Familie.

Auf Kosten anderer zu leben würde für Winfried (65) nie in Frage
kommen, trotzdem hat er sich seinen Lebensabend anders vorgestellt:
Der ehemals selbstständige Kioskbetreiber und Spediteur erhält nach
einem Leben voller Arbeit nur 212 Euro Rente pro Monat, denn während
der Selbstständigkeit hat er nie privat für das Alter vorgesorgt.
Ohne seine Nebenjobs würde der Rentner weder sich selbst noch seine
Hündin Maya ernähren können. Sparen ist an der Tagesordnung, sodass
er inzwischen in einer 40 qm Parzelle auf einem Campingplatz in
Gevelsberg bei Hagen lebt. Trotz seines Schicksals ist er der festen
Überzeugung: Arbeit lohnt sich. Das versucht Winfried auch regelmäßig
seinem arbeitslosen Sohn Marcel (40) klarzumachen. Wird Winfried
seinen Sohn zum Arbeiten motivieren können?

Pressekontakt:
RTL II Programmkommunikation
Hannes Gräbner
Tel.: 089 – 64185 6522
hannes.graebner@rtl2.de

Original-Content von: RTL II, übermittelt durch news aktuell

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