Steinbach: Mädchen und Frauen besser vor Genitalverstümmelung schützen

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Internationaler Tag ruft zu „Null Toleranz“ auf

Weltweit sind bis zu 200 Millionen Mädchen und Frauen von
Genitalverstümmelung betroffen. Zum Internationalen Tag „Null
Toleranz gegenüber weiblicher Genitalverstümmelung“ am 6. Februar
erklärt die Vorsitzende der Arbeitsgruppe Menschenrechte und
humanitäre Hilfe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Erika Steinbach:

„Am Internationalen Tag –Null Toleranz gegenüber
Genitalverstümmelung– an Frauen und Mädchen erinnern die Vereinten
Nationen und andere Organisationen an die Opfer dieser schweren
Menschenrechtsverletzung. Wir müssen uns weiter gemeinsam mit unseren
Partnern in der Europäischen Union dafür einsetzen, dass diese
grausame Tradition beendet wird, dass Mädchen und Frauen besser davor
geschützt werden. Die Erfahrung zeigt, dass Gesetze alleine hier
nicht ausreichen. Mit Aufklärungsarbeit und in Präventionsprojekten
müssen wir die Menschen davon überzeugen, mit dieser Praxis zu
brechen.

Nach einem aktuellen Bericht des Kinderhilfswerks der Vereinten
Nationen (UNICEF) sind bereits bis zu 200 Millionen Frauen und
Mädchen weltweit Opfer von Genitalverstümmelung geworden. Jedes Jahr
trifft es weitere drei Millionen Mädchen. Ihnen werden die äußeren
Genitalien teilweise oder ganz entfernt. Die Betroffenen leiden oft
lebenslang an psychischen Folgen und chronischen Schmerzen oder
werden unfruchtbar. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation
(WHO) sterben 25 Prozent der Mädchen und Frauen während des Eingriffs
oder an seinen Folgen.

Laut UNICEF lebt die Hälfte der Opfer in Ägypten, Äthiopien und
Indonesien. Das Land mit der höchsten Rate ist demnach Somalia: Dort
sind 98 Prozent aller Frauen zwischen 15 und 49 Jahren betroffen. Das
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
unterstützt in betroffenen Ländern Initiativen zur Überwindung der
Verstümmelung weiblicher Genitalien. Durch Aufklärung über die
seelischen und körperlichen Folgen sollen die Menschen davon
überzeugt werden, dass diese grausame Praxis beendet werden muss.

Auch in Europa und Nordamerika ansässige Migranten, die aus
Ländern mit einer entsprechenden Tradition stammen, lassen ihre
Töchter beschneiden, oftmals während eines Urlaubs in der Heimat. So
sind in Deutschland etwa 30.000 Frauen betroffen, bis zu 5.000
weitere sollen bedroht sein. Aktuell kommen auch Flüchtlinge aus
Ländern und Regionen nach Deutschland, in denen die Verstümmelung
praktiziert wird, etwa aus Eritrea und den kurdischen Gebieten.

Die Genitalverstümmelung bei Mädchen und Frauen ist in Deutschland
seit 2013 durch einen eigenen Straftatbestand ausdrücklich verboten.
Das Bundesfamilienministerium hat 2014 die Federführung für die
Überwindung der Verstümmelung weiblicher Genitalien in Deutschland
übernommen. Zudem haben Bund und Länder, Hilfsorganisationen sowie
die Bundesärztekammer eine Arbeitsgruppe zum Thema eingerichtet. Die
weltweit weiter steigenden Opferzahlen sind eine eindringliche
Mahnung, diesen Weg entschlossen weiterzugehen.“

Pressekontakt:
CDU/CSU – Bundestagsfraktion
Pressestelle
Telefon: (030) 227-52360
Fax: (030) 227-56660
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Email: pressestelle@cducsu.de

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