Stellungnahme des BfR zum Jugendschutz bei eZigaretten umstritten

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In der gestrigen Pressekonferenz der
Bundesregierung zur Verbesserung des Jugendschutzes wurde als
Begründung für eine gesetzliche Neuregelung eine wissenschaftliche
Stellungnahme zitiert, die angeblich ein hohes Gefährdungspotential
der eZigarette für die Gesundheit der Konsumenten nachweist, sowohl
bei Jugendlichen als auch bei Erwachsenen. Die Stellungnahme stammt
vom Bundesinstitut für Risikobewertung BfR (Nr. 010/2015).
http://tinyurl.com/oyx6own

Der VdeH hat in seiner gestrigen Stellungnahme die Maßnahmen der
Regierung begrüßt und sieht seit Jahren die absolute Notwendigkeit
für eine Ausweitung des Jugendschutzes. Die vom BfR zur Begründung
vorgebrachten Untersuchungen hingegen weisen Ergebnisse aus, die
höchst umstritten sind.

Pharmakologe antwortet dem BfR

In einem öffentlichen Brief an das BfR vom 24. April bezeichnet
der renommierte Toxikologe und Pharmakologe Prof. Dr. Mayer von der
Uni Graz die zitierten Untersuchungen als wissenschaftlich fragwürdig
und attestiert dem Institut eine vorgefasste Meinung, die mittels der
ausgewählten Belege gestützt werden soll.

„Die zitierten Referenzen wurden sorgfältig in Hinblick auf
Unterstützung Ihrer vorgefassten Meinung ausgewählt, Verweise auf die
zahlreichen Studien, die dieser widersprechen fehlen. Wohlwollend
konnte man das als „cherry picking“ bezeichnen, drastischer als
wissenschaftliches Fehlverhalten (scientific misconduct).“ Und
weiter:

„Es ist besorgniserregend, dass eine renommierte, durch
öffentliche Gelder finanzierte Institution wie das BfR die
Bevölkerung wissentlich in die Irre führt, um nicht zu sagen belügt.
Im folgenden erlaube ich mir, zwei wesentliche Punkte Ihrer
Stellungnahme, und zwar die Entstehung von Carbonylverbindungen und
die Gefährdung durch Feinpartikel anhand der Fakten zu widerlegen.“
(Link siehe unten)

Faktendiskussion dringend geboten

Der VdeH verlinkt das Schreiben von Prof. Mayer, da eine
faktenbasierte Diskussion zur eZigarette auch gestern nicht geführt
worden ist. Das tatsächlich richtige Ziel, den Jugendschutz auf die
eZigarette auszuweiten, wurde benutzt, um erneut haltlose
Behauptungen zur Gesundheitsgefährdung der eZigarette aufzustellen.
Hier ist eine weiterführende Diskussion, die sich um die wirklichen
Fakten bemüht, dringend geboten. Link zum Brief an das BfR:
http://ots.de/pIHfr

Pressekontakt:
Philip Drögemüller
Verband des eZigarettenhandels
Pressesprecher
Tel: 04105-8598723
Fax: 04105-8598790
Mail: presse@vd-eh.de

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