stern-RTL-Wahltrend: AfD legt zu, FDP verliert – Forsa-Chef Güllner: Männer machen Männerbund AfD stark

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Vor der Bürgerschaftswahl in Bremen am 10. Mai
rutscht die FDP im stern-RTL-Wahltrend bundesweit um einen
Prozentpunkt auf 4 Prozent ab, während sich die AfD im Vergleich zur
Vorwoche um einen Punkt auf 6 Prozent verbessern kann. Die Werte für
die anderen Parteien bleiben dagegen unverändert: CDU/CSU kommen
weiterhin auf 42 Prozent, die SPD auf 24, die Grünen auf 10, die
Linke auf 8 Prozent. Auf die sonstigen kleinen Parteien entfallen
nach wie vor 6 Prozent. Der Anteil der Nichtwähler und
Unentschlossenen beträgt 28 Prozent.

Bei der politischen Kompetenz – welche Partei mit den Problemen in
Deutschland am besten fertig wird – sackt die die Union gleich um
zwei Punkte auf 34 Prozent ab. Der SPD trauen das nun 12 Prozent zu,
zwei Punkte mehr als in der Vorwoche. Fast die Hälfte aller
Bundesbürger (47 Prozent) ist allerdings der Meinung, dass keine
Partei die Probleme lösen kann, darunter immerhin 37 Prozent der
SPD-Anhänger.

„Würde der Bundestag jetzt allein von Männern gewählt, wären im
Parlament sechs Parteien vertreten“, sagt Forsa-Chef Manfred Güllner,
„die Union mit 38 Prozent, die SPD mit 24, die Linke mit 9, die
Grünen mit 8, die AfD ebenfalls mit 8 und die FDP mit 6 Prozent.“ Die
Union schneide bei Frauen um 8 Prozentpunkte besser ab, weil sie die
Kanzlerin stellt. „Die FDP käme in den Bundestag, weil sich bei den
Mittelständlern die Frauenquote noch nicht durchgesetzt hat“, so
Güllner, „und die AfD wird von Männern präferiert, weil
rechtsradikale Parteien schon immer Männerbünde waren.“ Die Differenz
bei den Grünen (Männer: 8 Prozent, Frauen: 12 Prozent) lasse sich
damit erklären, dass schon bei früheren Befragungen zum Thema
Kernenergie Frauen größere Bedenken gehabt hätten als Männer. „Zudem
ist die Partei, zu deren Credo neben Frieden und Umwelt auch die
Förderung der Frauen gehört, nun vor allem für Wählerinnen attraktiv
geworden.“ Wenn nur Frauen wählen würden, käme die FDP auf 3 und die
AfD nur auf 2 Prozent.

Datenbasis: Das Forsa-Institut befragte vom 13. bis 17. April 2015
im Auftrag des Magazins stern und des Fernsehsenders RTL 2502
repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die durch eine
computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden. Die
statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 2,5 Prozentpunkten.

Diese Vorabmeldung ist nur mit der Quellenangabe
stern-RTL-Wahltrend zur Veröffentlichung frei.

Sie finden diese Meldung auch unter www.stern.de/2188739.html

Pressekontakt:
stern-Redakteur Werner Mathes, Telefon 030 – 20224 239, oder Matthias
Bolhöfer, RTL-Kommunikation, Telefon 0221 – 4567 4227

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