stern-RTL-Wahltrend: SPD und FDP verlieren, Grüne und AfD legen zu – Forsa-Chef Güllner: Arroganz der Macht schreckt ab

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Die SPD rutscht im stern-RTL-Wahltrend um einen
Prozentpunkt ab und kommt im Vergleich zur Vorwoche nun wieder auf 23
Prozent. Die Unionsparteien CDU/CSU bleiben weiter bei 41 Prozent,
während die Grünen um einen Punkt auf 11 Prozent klettern. Die Linke
behauptet trotz des Rückzugs ihres Fraktionschefs Gregor Gysi ihre 9
Prozent. Einen Prozentpunkt büßt die FDP ein, die jetzt wieder bei 5
Prozent liegt. Die AfD dagegen gewinnt einen Punkt auf 5 Prozent
hinzu. Auf die sonstigen kleinen Parteien entfallen 6 Prozent. Der
Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen beträgt 28 Prozent.

Bei der politischen Kompetenz – welche Partei also mit den
Problemen in Deutschland am besten fertig wird – gewinnt die Union
zwei Punkte hinzu auf jetzt 34 Prozent. Der SPD trauen dies weiterhin
nur 10 Prozent zu, darunter lediglich 39 Prozent der eigenen
Anhänger. Fast jeder zweite Bundesbürger, nämlich 49 Prozent, traut
keiner Partei zu, mit den Problemen im Land fertig zu werden –
darunter auch 36 Prozent der SPD- und 26 Prozent der
CDU/CSU-Sympathisanten.

Gegen die sinkende Wahlbeteiligung in Deutschland wollen die
Parteien CDU, CSU, SPD, Grüne, Linke und FDP nun gemeinsam vorgehen –
im Gespräch sind zum Beispiel eine Vereinfachung der Briefwahl oder
der Aufbau von Wahlurnen schon vor dem eigentlichen Wahltermin.
„Dabei sollten sie einfach mal nach Dänemark schauen“, sagt
Forsa-Chef Manfred Güllner. Dort hätten 2011 sensationelle 87,7
Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimmen abgegeben. „Und wenn die
Dänen an diesem Donnerstag ihr Parlament neu wählen, wird das wieder
ein Feier-Tag, auf den das Volk intensiv eingestimmt worden ist.“
Güllner weiter: „Die dänischen Politiker erscheinen allerdings auch
menschlicher als unsere, deren Arroganz der Macht zunehmend
abschreckt.“

Datenbasis Wahltrend: Das Forsa-Institut befragte vom 8. bis 12.
Juni 2015 im Auftrag des Magazins stern und des Fernsehsenders RTL
2502 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die durch eine
computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden. Die
statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 2,5 Prozentpunkten.

Diese Vorabmeldung ist nur mit der Quellenangabe
stern-RTL-Wahltrend zur Veröffentlichung frei.

Pressekontakt:
stern-Redakteur Werner Mathes, Telefon 030 – 20224 239, oder Matthias
Bolhöfer, RTL-Kommunikation, Telefon 0221 – 4567 4227

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