stern-RTL-Wahltrend: Union und Linke legen zu, Grüne und FDP verlieren – Forsa-Chef Güllner: SPD und Grüne in Nordrhein-Westfalen unangefochten

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Die Unionsparteien CDU/CSU gewinnen im
stern-RTL-Wahltrend wieder einen Prozentpunkt hinzu und kommen im
Vergleich zur Vorwoche nun wieder auf 40 Prozent. Dies geht zulasten
der FDP, die von 7 auf 6 Prozent zurückgeht. Einen Prozentpunkt büßen
auch die Grünen (10 Prozent) ein, während sich die Linke um einen
Punkt auf 10 Prozent verbessern kann. Die SPD bleibt auf 23 Prozent,
und die AfD schafft es – trotz innerparteilicher Machtkämpfe – wieder
auf 5 Prozent. Auf die sonstigen kleinen Parteien entfallen 6
Prozent. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen beträgt 27
Prozent.

Bei der Kanzlerpräferenz – wenn also die Spitze des Kanzleramts
direkt gewählt werden könnte – verliert Angela Merkel einen
Prozentpunkt, während der Präferenzwert von SPD-Chef Sigmar Gabriel
um einen Punkt steigt. Mit 55 Prozent liegt die Kanzlerin aber
weiterhin klar mit 39 Prozentpunkten vor Gabriel mit 16 Prozent –
seinem höchsten Wert in diesem Jahr. Für keinen der beiden würden
sich 29 Prozent der Befragten entscheiden, darunter 23 Prozent der
SPD-Anhänger.

Für den stern und den „Kölner Stadt-Anzeiger“ ermittelte das
Meinungsforschungsinstitut Forsa auch die politische Stimmung in
Nordrhein-Westfalen. Würde jetzt der Bundestag neu gewählt, könnte
die CDU an Rhein und Ruhr mit 39 Prozent der Stimmen rechnen und
würde damit etwas weniger Stimmen erhalten als bei der Bundestagswahl
im September 2013 (39,8 Prozent). Die SPD bliebe mit 29 Prozent
ebenfalls unter ihrem Ergebnis von 2013 (31,9 Prozent). Die Grünen
(2013: 8 Prozent) kämen nun auf 10, die Linke (2013: 6,1 Prozent) auf
7 Prozent. Und die FDP würde von 5,2 (2013) auf 7 Prozent klettern.
Die AfD hingegen, die auch bundesweit schwächelt, käme in
Nordrhein-Westfalen nur auf 3 Prozent (2013: 3,9).

Würde nun gleichzeitig der nordrhein-westfälische Landtag neu
gewählt, hätte die CDU mit nur 32 Prozent deutlich weniger Stimmen
als bei einer Bundestagswahl – und läge weiterhin hinter der SPD, die
mit 36 Prozent deutlich besser abschneiden würde als bei einer Wahl
zum Bundestag. Allerdings könnten die Sozialdemokraten damit ihr
Ergebnis der Landtagswahl vom Mai 2012 (39,1 Prozent) nicht mehr
erreichen. Auch die Grünen würden ihr Ergebnis von 2012 (11,3
Prozent) mit 11 Prozent leicht verfehlen. Die FDP (2012: 8,6 Prozent)
könnte sich dagegen steigern auf 9 Prozent. AfD, Piraten und Linke
wären nicht im Düsseldorfer Landtag vertreten.

„Das zeigt, dass die Wahlbürger sehr wohl zwischen den
verschiedenen Politikebenen, zwischen Bundes-, Landes- oder
Kommunalpolitik unterscheiden können“, sagt Forsa-Chef Manfred
Güllner. So habe die SPD an Rhein und Ruhr dank der Popularität von
Ministerpräsidentin Hannelore Kraft bei einer Landtagswahl einen
höheren Stimmenanteil als bei einer Bundestagswahl. „Allerdings“, so
Güllner, „ist der Vorsprung der SPD vor der CDU nicht mehr so groß
wie 2012.“ Trotzdem könnten, wäre schon jetzt und nicht erst im
Frühjahr 2017 Landtagswahl, SPD und Grüne unangefochten
weiterregieren in Nordrhein-Westfalen.

Datenbasis Wahltrend: Das Forsa-Institut befragte vom 26. bis 29.
Mai 2015 im Auftrag des Magazins stern und des Fernsehsenders RTL
2502 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die durch eine
computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden. Die
statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 2,5 Prozentpunkten.

Datenbasis Nordrhein-Westfalen: Das Forsa-Institut befragte vom
18. bis 28. Mai 2015 im Auftrag des Magazins stern und des Kölner
Stadt-Anzeigers 1097 repräsentativ ausgesuchte Wahlberechtigte in
Nordrhein-Westfalen, die durch eine computergesteuerte
Zufallsstichprobe ermittelt wurden. Die statistische Fehlertoleranz
liegt bei +/- 3 Prozentpunkten.

Diese Vorabmeldung ist nur mit der Quellenangabe
stern-RTL-Wahltrend bzw. stern und Kölner Stadt-Anzeiger (für
NRW-Zahlen) zur Veröffentlichung frei.

Diese Meldung finden Sie auch unter www.stern.de/2198022.html

Pressekontakt:
stern-Redakteur Werner Mathes, Telefon 030 – 20224 239, oder Matthias
Bolhöfer, RTL-Kommunikation, Telefon 0221 – 4567 4227

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