stern-Umfrage: Breite Mehrheit für schnelle Ausweisung ausländischer Straftäter

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Eine überwältigende Mehrheit von 83 Prozent der
Deutschen ist dafür, die Gesetze und Regelungen so zu verschärfen,
dass überführte ausländische Straftäter schnell ausgewiesen werden
können. Nur 15 Prozent lehnen das nach einer Forsa-Umfrage für das
Hamburger Magazin stern ab. Nach den Silvester-Vorfällen in Köln und
anderen Städten, wo massenhaft Frauen von nordafrikanischen und
arabischen Tätern sexuell bedrängt und bestohlen worden waren, wird
die Ausweisung überdurchschnittlich häufig von Anhängern der AfD (94
Prozent), der Union (91 Prozent) und von weiblichen Befragten (86
Prozent) befürwortet.

Für 60 Prozent der Bundesbürger hat sich nach den
Silvester-Übergriffen die Einstellung zu Ausländern und Flüchtlingen
nicht geändert. Allerdings geben 37 Prozent an, dass die persönliche
Einschätzung von Ausländern kritischer und negativer geworden sei –
diese Einschätzung steigt mit zunehmendem Alter der Befragten. Den
höchsten Wert von 72 Prozent erzielen dabei im Gegensatz zum
Durchschnitt der Bundesbürger die Anhänger der AfD.

Dass sich unter den nach Deutschland kommenden Flüchtlingen
auffällig viele junge Männer befinden, beunruhigt nach der
Forsa-Umfrage für den stern 50 Prozent der Deutschen. Mehrheitlich
besorgt darüber zeigen sich Ostdeutsche (55 Prozent), ältere Befragte
über 45 Jahren sowie die Anhänger der Union (51 Prozent), der FDP (61
Prozent) und vor allem der AfD (87 Prozent). Die andere Hälfte der
Bundesbürger (ebenfalls 50 Prozent) fühlt sich dadurch nicht
beunruhigt.

Unter dem Eindruck der Silvester-Ereignisse meint eine Mehrheit
von 68 Prozent, dass die Polizei mit der Bekämpfung der Kriminalität
in Deutschland überfordert sei. Überdurchschnittlich häufig finden
das ostdeutsche Befragte (75 Prozent) und vor allem wieder die
Anhänger der AfD (93 Prozent). Nach Einschätzung von 51 Prozent der
Bundesbürger werde das Ausmaß an Gewalt und Kriminalität von
Politikern eher verharmlost, 30 Prozent halten die Darstellung für
angemessen, und 14 Prozent sind der Ansicht, Gewalt und Kriminalität
würden übertrieben dargestellt. Dass eher verharmlost wird, glauben
wiederum überdurchschnittlich viele Ostdeutsche (61 Prozent) und
Anhänger der AfD (94 Prozent).

Datenbasis: Das Forsa-Institut befragte am 7. und 8. Januar 2016
im Auftrag des Magazins stern 1002 repräsentativ ausgesuchte
Bundesbürger, die durch eine computergesteuerte Zufallsstichprobe
ermittelt wurden. An 100 Prozent fehlende Angaben: weiß nicht. Die
statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 3 Prozentpunkten.

Diese Vorabmeldung ist nur mit der Quellenangabe stern zur
Veröffentlichung frei.

Pressekontakt:
Esther Friede, Gruner + Jahr Unternehmenskommunikation,
Telefon 040 – 3703 2178

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