Studienkompass fördert Studierende der ersten Generation: Fortführung aufgrund hervorragender Programmwirksamkeit / Langfristiges Engagement der Partner ermöglicht Angebot in den nächsten Jahren

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Das gemeinnützige Förderprogramm STUDIENKOMPASS
begleitet seit 2007 erfolgreich Studierende der ersten Generation auf
dem Weg an die Hochschule. 95 Prozent der Geförderten nehmen ein
Studium auf, wie die im Januar veröffentlichte unabhängige
wissenschaftliche Evaluation des Programms zeigt. Für die
STUDIENKOMPASS-Initiativpartner Accenture-Stiftung, Deutsche Bank
Stiftung und Stiftung der Deutschen Wirtschaft sind die
hervorragenden Ergebnisse der mehrjährigen Auswertung der Grund,
bereits jetzt eine Verlängerung des Programms über die ursprünglich
geplante Laufzeit (2007-2017) hinaus bekannt zu geben. Anlässlich der
Verabschiedung des STUDIENKOMPASS-Abschlussjahrgangs 2015 in Berlin
begrüßen die Initiativpartner zudem das ausgeweitete Engagement der
Karl Schlecht Stiftung als Exklusivpartner für Baden-Württemberg.

Mehr als 2.600 Jugendliche hat der STUDIENKOMPASS bei der Studien-
und Berufsorientierung seit 2007 begleitet. Alle haben eines
gemeinsam: Sie sind die Ersten in ihrer Familie, die ein Studium
aufnehmen. Noch immer studieren Kinder aus Nichtakademikerfamilien
sehr viel seltener als Akademikerkinder. Aus diesem Grunde haben die
STUDIENKOMPASS-Initiativpartner 2007 diese Gruppe als erstes
Förderprogramm in Deutschland in den Blick genommen und sich zum Ziel
gesetzt, für mehr Bildungsgerechtigkeit am Übergang von der Schule an
die Hochschule einzutreten. Mit sehr großem Erfolg, wie die
unabhängige Evaluation des Programms, finanziert durch das
Bundesministerium für Bildung und Forschung, zeigt: 95 Prozent der
Teilnehmerinnen und Teilnehmer nehmen ein Studium auf, mehr als 90
Prozent geben an, ihr Wunschstudium gefunden zu haben. Die
Studienabbrecherquote liegt mit nur fünf Prozent weit unter dem
Bundesdurchschnitt von 28 Prozent in Bachelor-Studiengängen.

„Gute Bildung ist mehr denn je entscheidend für die Zukunft
unseres Landes. Der STUDIENKOMPASS ist ein Beleg dafür, wie wichtig
die Eröffnung von Chancen und eine gute Studien- und
Berufsorientierung für die Nachwuchskräfte von morgen sind. Dass
dieses große Erfolgsprojekt weitergeführt wird, ist ein wichtiger
Schritt in die richtige Richtung“, so Ingo Kramer,
Arbeitgeberpräsident und Vorstandsvorsitzender der Stiftung der
Deutschen Wirtschaft (sdw).

Frank Riemensperger, Vorstandssprecher der Accenture-Stiftung,
ergänzt: „Durch die erfolgreiche Zusammenarbeit der Initiativpartner
konnten wir in den letzten Jahren sehr vielen jungen Menschen das
Rüstzeug für eine erfolgreiche berufliche Zukunft mit auf den Weg
geben. Die Erfolgszahlen des STUDIENKOMPASS haben uns darin bestärkt,
dieses Engagement weiter zu führen und so auch zukünftig für neue
Jahrgänge ein Wegweiser Richtung Hochschule zu sein.“

Dr. Clemens Börsig, Vorstandsvorsitzender der Deutsche Bank
Stiftung, betont: „Unser Engagement zielt darauf ab, struktureller
Benachteiligung entgegenzuwirken. Denn junge Menschen sollen ihre
Talente unabhängig ihrer Herkunft optimal entfalten können. Der
STUDIENKOMPASS setzt dabei an entscheidenden Punkten an: Er stärkt
das Selbstvertrauen, bietet Orientierung und ermöglicht die
Weiterentwicklung relevanter Kompetenzen.“

Seit 2013 fördert die Karl Schlecht Stiftung den STUDIENKOMPASS an
drei Standorten in Baden-Württemberg. Nach dem erfolgreichen Start
der Zusammenarbeit hat sich die Karl Schlecht Stiftung ebenfalls für
ein langfristiges Engagement entschieden. Sie setzt sich als
Exklusivpartner für Baden-Württemberg weiterhin für das Programm ein.
„In den letzten beiden Jahren konnten wir uns davon überzeugen, dass
der STUDIENKOMPASS wirkt. Das zeigen sowohl die guten Ergebnisse der
Evaluation als auch unsere persönlichen Eindrücke von der konkreten
Programmarbeit: Die Jugendlichen werden hervorragend angeleitet, ihre
Entwicklungschancen zu ergreifen, ihren persönlichen Weg zu finden
und erfolgreich zu beschreiten. Wir freuen uns sehr, dass wir dazu
beitragen können, den STUDIENKOMPASS auszubauen und gemeinsam mit den
Initiativpartnern weiterzuentwickeln“, so Dr. Katrin Schlecht,
Vorstand der Karl Schlecht Stiftung.

Im Sommer 2015 werden 300 neue Teilnehmerinnen und Teilnehmer
bundesweit in die Förderung aufgenommen. Dafür engagieren sich neben
den genannten Stiftungen viele weitere Förderer und Unterstützer, die
den STUDIENKOMPASS in ihren Regionen ermöglichen. Das Programm
begleitet die Jugendlichen über drei Jahre hinweg: in den letzten
beiden Schuljahren und im ersten Jahr an der Hochschule. So bietet es
die Möglichkeit, eine fundierte und gut überlegte Studienentscheidung
zu treffen. Fortlaufend unterstützt es beim Start ins Studium,
ermöglicht einen erfolgreichen Übergang und beugt Studienabbrüchen
vor.

Der STUDIENKOMPASS und seine Partner

Der STUDIENKOMPASS wurde 2007 auf Initiative der
Accenture-Stiftung, der Deutsche Bank Stiftung und der Stiftung der
Deutschen Wirtschaft ins Leben gerufen. Seitdem haben sich viele
weitere Partner der Initiative angeschlossen. Die Karl Schlecht
Stiftung ist Exklusivpartner für Baden-Württemberg. Gemeinsam
unterstützen die Partner Schülerinnen und Schüler aus Familien ohne
akademische Erfahrung bei der Aufnahme eines Studiums. Der Grund:
Besonders Jugendliche, deren Eltern nicht studiert haben, finden
auffallend selten den Weg an die Hochschule. Ziel des Förderprogramms
ist es deshalb, Hemmschwellen für die Aufnahme eines Studiums
abzubauen und bei der Studienwahl zu beraten.

STUDIENKOMPASS-Partner sind die vbw – Vereinigung der Bayerischen
Wirtschaft e. V., die Heinz Nixdorf Stiftung, die aqtivator
gemeinnützige GmbH, die EWE AG, der Kölner Gymnasial- und
Stiftungsfonds, die Stiftung Rapsblüte, die Hans Hermann
Voss-Stiftung, die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, die
NORDMETALL-Stiftung, die RATIONAL AG, die Roche Diagnostics GmbH, die
Bürgerstiftungen Braunschweig und Wolfsburg, die Rheinische Stiftung
für Bildung, Wissenschaft und berufliche Integration, die Dr. Egon
und Hildegard Diener-Stiftung im Stifterverband für die Deutsche
Wissenschaft, die Karin Schöpf Stiftung, die Unternehmensverbände im
Lande Bremen und das Bundesministerium für Bildung und Forschung
(BMBF).

Schirmherrin des Programms ist die Bundesministerin für Bildung
und Forschung, Prof. Dr. Johanna Wanka. Weitere Informationen unter
www.studienkompass.de.

Pressekontakt:
Meike Ullrich, Kommunikation STUDIENKOMPASS, Stiftung der Deutschen
Wirtschaft (sdw) gGmbH, Breite Straße 29, 10178 Berlin
Tel.: 030 278906-74, Fax: 030 278906-33, E-Mail: m.ullrich@sdw.org

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