Stuttgarter Zeitung: Akten belegen: Kauder kämpfte für G36

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Der Tuttlinger CDU-Bundestagsabgeordnete und
heutige Unionsfraktionschef Volker Kauder hat sich einst dafür
eingesetzt, dass für die Bundeswehr das – heute umstrittene –
Sturmgewehr G 36 des Oberndorfer Waffenherstellers Heckler & Koch
beschafft wurde. Dies geht nach einem Bericht der „Stuttgarter
Zeitung“ (Mittwochausgabe) aus einem internen Vermerk des
Verteidigungsministeriums von Anfang 1995 hervor. Darin berichtet der
damalige Staatssekretär Jörg Schönbohm (CDU) dem Minister, dass die
Entscheidung zugunsten von Heckler & Koch fallen solle. „Aufgrund der
Diskussion im politischen Bereich, u. a. auch in der Landesgruppe der
CDU Baden-Württemberg“, werde er darüber verschiedene Beteiligte
informieren. So werde er „die Abgeordneten Hauser und Kauder
unterrichten, die beide für Heckler & Koch votieren“. Volker Kauder
erklärte dazu gegenüber der Zeitung: „Nach 20 Jahren kann ich mich an
Details des Vorgang, der Sie interessiert, nicht mehr erinnern.“ Der
frühere Bundestagsabgeordnete Otto Hauser sagte, er habe die Vorgänge
„nicht mehr präsent“.

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