Stuttgarter Zeitung: Deutscher Kommandeur im Nordirak sieht den „Islamischen Staat“ zurückgedrängt

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Der deutsche Kommandeur im Nordirak, Oberst
Bernd Prill, sieht die Kampfkraft des „Islamischen Staates“ deutlich
geschwächt. „Man merkt am Frontverlauf, dass der IS zurückgedrängt
wird und kaum mehr fähig ist, richtig offensiv zu werden, sondern nur
noch nadelstichartig“, sagte er im Interview mit der „Stuttgarter
Zeitung“ (Donnerstagausgabe). „Der sogenannte IS wird von allen
Seiten angegriffen, sowohl durch die irakischen Streitkräfte, als
auch durch die internationale Koalition gegen den IS.“ Tief greifende
Operationen scheine er nicht mehr durchführen zu können. Allerdings
seien die Dschihadisten noch in der Lage, neue Anhänger zu
rekrutieren. Prill führt das deutsche Kontingent sowie das
multinationale Trainingscenter für die Peschmerga in der kurdischen
Hauptstadt Erbil noch bis Anfang Juni.

Die Medienberichte über deutsche Waffen in den Händen des IS hält
Prill für überzogen. „Das muss realistisch gesehen werden: Der
Verlust einer Waffe kann in einer Gefechtssituation kaum vermieden
werden“, betonte der Kommandeur. Dies passiere etwa, wenn Gefangene
genommen werden. Wenn man die 40 beim IS aufgetauchten Waffen im
Verhältnis zu den 20 000 gelieferten sehe, sei die Zahl zudem
relativ gering.

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