Stuttgarter Zeitung: Frankreich erhält zwar Unterstützung im Anti-Terror-Kampf, doch die neue Allianz ist mehr als brüchig.

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Wie schon vor dem 13. November verfolgen zumal
Amerikaner und Russen in Syrien miteinander nicht zu vereinbarende
Ziele. Moskau hält am syrischen Diktator Assad fest, bombardiert
weiterhin dessen Gegner und damit von den USA und Frankreich
unterstützte Rebellengruppen. Dass Russland im Norden Syriens
Luftabwehrraketen stationiert, obwohl der Islamische Staat keine
Luftwaffe hat, zeigt deutlich, wo die Prioritäten liegen. Die
Vernichtung der IS-Terrormilizen gehört nicht dazu. Washington
wiederum geht davon aus, dass es in Syrien keinen Frieden und damit
auch keinen Sieg über den Terror geben kann, solange Assad an der
Macht ist. Für die Regionalmächte Türkei, Iran und Saudi-Arabien gilt
das Gleiche. Auch sie arbeiten gegen-, nicht miteinander. So mag es
im militärischen Alltag da und dort mehr Kooperation geben als
bisher. Ansonsten verfolgt in Syrien aber auch künftig jeder seine
eigenen Ziele. Die Anschläge von Paris, der diplomatische Marathon
des französischen Staatschefs haben eine beispiellose Welle der
Solidarität ausgelöst. An den Interessengegensätzen in der Region
haben sie nichts geändert.

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