Stuttgarter Zeitung: „Kommentar zu Nachfolge von Nils Schmid als SPD-Landeschef in Baden-Württemberg“

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Es kommt – neudeutsch formuliert – einer
„mission impossible“ gleich, wenn die Gewerkschafterin Leni Breymaier
im Oktober den SPD-Landesvorsitz übernimmt. Fast unmöglich erscheint
es momentan, der darnieder liegenden Sozialdemokratie wieder ein
gehöriges Selbstwertgefühl zu vermitteln und sie aus dem
Zwölf-Prozent-Loch im Südwesten herauszuholen. Dass sie sich dennoch
zur Wahl stellen will, ist mutig: Breymaier ist als
Verdi-Landesleiterin voll etabliert – bei der SPD kann sie scheitern.
Als Parteivize hatte Breymaier die nötige Bewegungsfreiheit. An der
Spitze könnten ihr Authentizität, Empathie und Emotionalität
nachteilig ausgelegt werden. Etablierte Funktionäre gehen mit
Querdenkern oft ungnädig um. Gefragt ist somit auch eine andere
Kultur des Umgangs. Alternativen sind ohnehin nicht in Sicht. Die
Wahl von Leni Breymaier dürfte die letzte Chance der Landes-SPD sein,
um einem Siechtum auf FDP-Niveau zu entkommen.

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