Stuttgarter Zeitung: Linkspartei-Chef Riexinger attackiert den DGB-Vorsitzenden Sommer: „DGB ist die fünfte Kolonne der SPD“

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Der Vorsitzende der Linkspartei, Bernd
Riexinger, hat DGB-Chef Michael Sommer vorgeworfen, sein Amt zu
missbrauchen. „Wenn Sommer jetzt das SPD-Wahlprogramm lobt und ihr
attestiert, wieder die Partei der kleinen Leute zu sein, dann
überschreitet er definitiv die Grenzen, die ihm seine Rolle
eigentlich setzt“, kritisierte Riexinger im Interview der
„Stuttgarter Zeitung“ (Samstagausgabe). Sommer müsse sich
entscheiden, ob er in erster Linie Gewerkschafter oder
Parteibuchträger der SPD sei. „Wenn er für die SPD Wahlkampf machen
will, muss er sein Amt ruhen lassen“, forderte er. „Sonst schadet er
vor allem den Gewerkschaften und ihren Mitgliedern.“ Riexinger war
bis zur Übernahme des Parteivorsitzes im Juni 2012 der
Geschäftsführer des Verdi-Bezirks Stuttgart.

Er mahne die gleiche Distanz zu allen Parteien an, sagte er. Die
Einheitsgewerkschaft sei ein hohes Gut. „Wenn sich der DGB jetzt zur
fünften Kolonne der SPD macht, kann er nachher schlecht den Protest
anführen, wenn die SPD in einer Großen Koalition Löhne und Renten
rasiert“, betonte er. „Sommer sollte eigentlich aus den Fehlern von
2002 und 2003 gelernt haben.“

Die Führung der Gewerkschaften sei aber nicht immer identisch mit
der Basis. „Mein Eindruck ist, dass wir in den vergangenen Monaten
wieder einen verstärkten Rückhalt insbesondere von Betriebsräten und
Vertrauensleuten bekommen haben“, so Riexinger. „Die haben darunter
gelitten, dass wir uns zu sehr mit uns selbst beschäftigt haben, und
erkennen nun, dass wir wieder Politik machen.“

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