Südwest Presse: Kommentar: E-Mobilität

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Mit massiven Subventionen lassen sich die Verkäufe von
Elektroautos kräftig auf Touren bringen. Das beweist Norwegen, wo im
ersten Halbjahr mehr als jeder vierte Neuwagen einen reinen Elektro-
oder einen Plug-In-Antrieb hatte. Die Norweger haben allerdings zwei
Vorteile: Dank der großen Öl- und Gasvorräte verfügt der Staat über
hohe Einnahmen, und es gibt keine einheimische Autoindustrie, auf die
sie Rücksicht nehmen müssen. Trotzdem sind auch in Norwegen die
Überlegungen umstritten, ab 2025 keine Neuwagen mit Benzin- und
Dieselmotor mehr zuzulassen. Es wäre ein Zeichen für Europa und
darüber hinaus, dass es das Land mit dem Kampf gegen den Klimawandel
ernst meint. Und es wäre ein Signal an die Autobauer, sich auf den
grundlegenden Wandel frühzeitig einzustellen. Dabei stehen die
deutschen Konzerne gar nicht so schlecht da: Mehr als die Hälfte der
Elektroautos in Norwegen stammen von ihnen, ob aus Fabriken
hierzulande oder in anderen Ländern. So viele sähen wir gerne auch
auf deutschen Straßen. Dagegen sprechen allerdings noch die hohen
Preise, die fehlende Infrastruktur und die biederen Modelle. Auch
Deutschland kann seine Klimaverpflichtungen nur erfüllen, wenn es
langfristig auf Autos mit Verbrennungsmotoren verzichtet. Es wäre
klug, bald konkrete Vorgaben zu machen, damit die Hersteller
rechtzeitig bessere Angebote entwickeln. Welche Technik sie dabei
einsetzen, bleibt ihnen überlassen.

Pressekontakt:
Südwest Presse
Ulrike Sosalla
Telefon: 0731/156218

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