Südwest Presse: Kommentar: Formel 1

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Manchmal gibt es einen Punkt, da ist es egal, was sich
ändert. Hauptsache es ändert sich etwas. Diesen Punkt hat die Formel
1 längst erreicht mit ihren unsäglichen Regeländerungen,
Knebelverträgen mit Rennstreckenbetreibern und immer mehr Auftritten
in Ländern, die Menschenrechte mit Füßen treten. Daher kann es nach
dem Verkauf des Formel-1-Zirkus an das US-Medienunternehmen Liberty
Media nur besser werden. Zwar bleibt der Macher und bisherige
Alleinherrscher Bernie Ecclestone vorerst im Amt. Doch wer bezahlt,
schafft an. Und so muss der Verkauf dennoch der Anfang vom Ende des
85-Jährigen in der Formel 1 sein, dessen Wachablösung angesichts des
Rückzugs klassischer Rennstrecken wie dem Nürburgring und stetig
sinkenden Zuschauerzahlen dringend nötig ist. Die Medienprofis um
Liberty Media müssen den Laden vor allem in dieser Hinsicht
umkrempeln und – dem heutigen Zeitgeist angepasst – in erster Linie
demokratischer machen. Denn mehr Demokratie in Form einer
Gleichberechtigung aller Teams, sei es durch den Erwerb von Anteilen
oder die Begrenzung der einsetzbaren Technologien, ist für das
Überleben der Formel 1 unabdingbar. Nur wenn alle Partner, vom
Rennstreckenbetreiber über die Vermarkter bis zu den Autoherstellern,
auf einer Augenhöhe agieren, kann der Sport wieder spannend werden.
Dafür ist es höchste Zeit – ehe das Renommee des einstigen
Traditionssports vollends dahin ist.

Pressekontakt:
Südwest Presse
Ulrike Sosalla
Telefon: 0731/156218

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