Südwest Presse: Kommentar: Katholikentag

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Offiziell eingeladen war die AfD nicht – und
 doch beherrscht die Auseinandersetzung mit ihr den
Katholikentag. Darf das Laiengremium ZdK als Veranstalter eine Partei
 ausladen, die sich klar auf Kosten von Zuwanderern und
Muslimen positioniert? Sie darf, sie kann, sie sollte.

Anders als die Evangelische Kirche, die die AfD beim Kirchentag
2017 willkommen heißt, hält das ZdK viele programmatische Positionen
der AfD nicht vereinbar mit ihrem Verständnis von Christentum.
 Doch was heißt Christentum in dieser Zeit? Nach Jahren
bräsiger Gleichgültigkeit wirft der aktuelle Konflikt die Frage auf.
Ist Christentum mehr als eine Wohlfühlreligion, derer sich jeder
bedient, die Trost gibt in Krisen, aber ansonsten niemandem
hinterfragt?

Die katholischen Laien sagen Ja und zeigen klare Kante. Ein
respektvoller Umgang mit Menschen jedweder Hautfarbe und Religion
gehört für sie zum Kern des Christentums. Deshalb lehnen sie es ab,
jenen, die pauschal gegen Zuwanderer oder Muslime hetzen, ein Forum
zu bieten. Das ist konsequent.

Die Debatte, welche politischen Schritte aus einem christlichen
Menschenbild folgen, ist damit nicht entschieden. Darum muss mit
Fairness und Respekt gerungen werden. Der AfD ist dieses Verständnis
fremd, auch wenn sie die Fahne des christlichen Abendlandes schwenkt.
Ihre Vorstellung von Christentum ist so „lebendig“ wie ein
Dinosaurier in einer Prähistorischen Sammlung. Gut, dass das ZdK dem
ein Gegenbild entgegensetzt.

Pressekontakt:
Südwest Presse
Ulrike Sosalla
Telefon: 0731/156218

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