Südwest Presse: KOMMENTAR · KITA-SCHLICHTUNG

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Atempause für die Eltern

Wohin mit dem Kind? Das war vier Wochen lang die Frage für viele
Eltern wegen des Kita-Streiks. Gerenne und Stress sind vorbei, die
Kleinen dürfen wieder wie gewohnt in die Obhut der Erzieherinnen.
Vorerst wenigstens, denn erledigt ist der Streit um die
Eingruppierung der Erzieherinnen nicht. Für die Zeit der Schlichtung
gilt eine Streikpause. Ob der Vorschlag der Schlichter dann
akzeptiert wird, bleibt offen. Der Streik könnte also weitergehen.
Hoffentlich kommt es anders, und Gewerkschaften wie kommunale
Arbeitgeber können sich bald einigen. Das Stöckchen, über das die
Kommunen springen sollen, liegt hoch. Gefordert wird die pauschale
Höherguppierung der 240 000 Beschäftigen im Sozial- und
Erziehungsdienst der Kommunen. Das mache im Schnitt zehn Prozent mehr
Gehalt, sagt Verdi. Unannehmbar, sagt die Arbeitgeberseite dazu.
Zwischen 2590 und 3750 Euro verdienen Erzieherinnen und Erzieher im
öffentlichen Dienst der Kommunen. Üppig ist das nicht. Schließlich
ist die Kinderbetreuung mit ein bisschen Spielen und Singen heute
nicht erledigt. Immerhin: Wo sich Änderungen an Anforderungen ergeben
haben, sei bessere Bezahlung drin, sagen die Arbeitgeber. Aber gibt
es das überhaupt: Betreuer in Kitas, Jugendämtern und Jugendzentren,
die nicht mit geänderten Anforderungen zurechtkommen mussten in den
letzten Jahren? Das wird ein hartes Stück Arbeit für die Schlichter.

Pressekontakt:
Südwest Presse
Ulrike Sosalla
Telefon: 0731/156218

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