Südwest Presse: Kommentar: Wahlkampf

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Von Donald Trump Bescheidenheit zu erwarten, ist zu
viel verlangt. Wie gewohnt war sein Auftritt zum Abschluss des
republikanischen Parteitags laut, aggressiv und bombastisch. Er
zeichnete das Bild einer maroden Wirtschaft und einer außer Kontrolle
geratenen Gesellschaft, in der Gesetze und jene, die sie überwachen,
keine Rolle mehr spielen. Verantwortlich dafür seien Politiker wie
Barack Obama und Hillary Clinton, die sich dem Diktat der
Interessengruppen beugten, die ihre Kampagnen finanzieren. An den
Fakten aber haperte es bei dem Demagogen – wie so oft. Schließlich
sind es die Republikaner, die dem Druck der Waffenlobby nachgeben und
schärfere Kontrollen ablehnen. Falsch ist auch Trumps Behauptung,
dass Einwanderer aus muslimischen (und auch anderen) Ländern nicht
gründlich überprüft werden. Mit der Wahrheit hat es Trump noch nie
genau genommen. Er verdreht Tatsachen, um seinen Landsleuten Angst
einzuflößen. Nur er allein, so seine Botschaft, könne Sicherheit und
Wohlstand garantieren. Doch die Antworten darauf, wie das gelingen
könne, bleibt er schuldig. Stattdessen verweist er immer wieder auf
seine angeblichen Erfolge als Manager, die mehr als zweifelhaft sind.

Pressekontakt:
Südwest Presse
Ulrike Sosalla
Telefon: 0731/156218

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