Südwest Presse: KOMMENTAR · FRACKING

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Unser aller Bier

Es geht hier nicht um Bier als solches. Das Thema Fracking bringt
seit Monaten das Volk in Wallung. Zu Recht. Freunde des Trinkens
regen sich darüber ebenso auf wie Umweltschützer und Geologen. Wenn
Energiekonzerne mit Hochdruck giftige Chemikalien in die Erde
schießen wollen, damit auch der letzte Rest fossiler Brennstoffe
herausgepresst wird, dann dürfen, ja müssen, Bürger sich dagegen
wehren. Der Deutsche Brauer-Bund hat das nun scheinbar
stellvertretend getan, ebenso wie die Vertreter der Mineralbrunnen
schon vor ein paar Wochen. Das ist zu begrüßen. Bier hat in
Deutschland eine Lobby. Es ist für viele Menschen ein
Grundnahrungsmittel und ein gut gehandeltes Wirtschaftsgut. Deutsches
Bier ist beliebt in aller Welt. Warum aber schreiben die Brauer
jetzt? Und warum nicht nur an die zuständigen Ministerien, sondern
auch an den Bundesverkehrs- und den Bundesinnenminister, die mit
Fracking gar nichts und mit Bier eher indirekt zu tun haben? Könnte
das evenuell daran liegen, dass beide aus Bayern kommen, wo gerade
der Wahlkampf warmläuft und die Stimmung dank Verwandtenaffäre eher
trüb ist? Das Thema Fracking liegt noch nicht im Kabinett, es kommt
dort aber wohl bald an. Wie man hört, gibt es noch Gesprächsbedarf,
offenbar besonders in der Union. Die CSU weiß natürlich, dass man mit
der Durchlöcherung und möglichen Verseuchung von Böden zwecks
Profitsteigerung eher keine Wahlen gewinnt. Mit Bier und dem
deutschen Reinheitsgebot schon eher. Deshalb gehört Fracking endlich
geregelt – und zwar streng und gründlich. Das ist dann unser aller
Bier.

Pressekontakt:
Südwest Presse
Lothar Tolks
Telefon: 0731/156218

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