Südwest Presse: Kommentar zum Saatgut

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Nein, an Nutzpflanzen fehlt es noch nicht. Es gibt
noch tausende Arten von Kulturpflanzen und hunderttausende Sorten.
Die Grundlage für unsere Ernährung beruht aber auf nur zwei Dutzend
Saaten. Grund genug, dass Landwirte, Saatgutzüchter und Hobbygärtner
unter ihre Lupe legen, was die EU-Kommission an Regeln vorschlägt.
Sicher ist richtig und wichtig, dass neues Saatgut staatlich geprüft
wird. Den Firmen dies selbst zu überlassen, hätte die Konzentration
auf diesem Markt massiv erhöht. Daran kann den Landwirten nicht
gelegen sein. Sie würden noch mehr gezwungen, sich in die
Abhängigkeit weniger großer Konzerne zu begeben. Aber auch die
Verbraucher können daran kein Interesse haben. Vielfalt an Obst,
Gemüse, Brot oder Öl erhöht nicht nur den Gaumengenuss. Sie sichert
langfristig die Versorgung mit gesunden Nahrungsmitteln. An diesen
Kriterien sollten sich EU-Parlament und EU-Regierungen halten, wenn
sie die Pläne überarbeiten. Das Ziel: Die Vielfalt der Pflanzenzucht
erhalten. Auflagen für Kleinstzüchter dürfen nur bestehen bleiben,
wenn sie zu Gefährdungen für Anbauer und Konsumenten führen. Einer
EU-Oberprüfbehörde bedarf es so wenig wie dem allzu strengen Gebot
der Einheitlichkeit von Nutzpflanzen. Nur auf die Steigerung des
Ertrags zu setzen, hat sich längst als so nachteilig für Böden,
Pflanzen und ihre Umwelt erwiesen, dass andere Ziele zumindest
gleichen Stellenwert genießen müssen.

Pressekontakt:
Südwest Presse
Lothar Tolks
Telefon: 0731/156218

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