Taschengeld: ja oder nein? – Warum ein eigenes Budget für Kinder und Jugendliche Sinn macht (AUDIO)

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Anmoderationsvorschlag:

Süßigkeiten, Spielzeug, Comics – wenn unsere Kinder etwas wollen,
ist es manchmal schon ganz schön schwer, nein zu sagen. Sind die Kids
dann größer, kann es schnell ziemlich kostspielig werden, denn
schließlich stehen bei den Großen eher coole Klamotten, Musik,
Konsolenspiele oder Smartphones im Vordergrund. Pädagogen empfehlen
deshalb, den Kids auch schon rechtzeitig ein Taschengeld
zuzugestehen. Helke Michael hat sich mal genauer mit dem Thema
befasst.

Sprecherin: Taschengeld ist eine gute Sache: Schließlich können
die Kids dadurch lernen, wie man verantwortungsbewusst mit Geld
umgeht. Da sind sich die meisten Eltern hierzulande einig. In anderen
Punkten scheiden sich jedoch die Geister. Zum Beispiel bei der Frage,
wann man mit dem Taschengeld anfangen sollte.

O-Ton 1 (Umfrage Erwachsene 1, 0:25 Min.): Mann: „Vielleicht ab
zehn Jahren, wenn sie schon ein bisschen rechnen können.“ Frau: „Ab
fünf würde ich sagen. Unsere Tochter ist acht, die kriegt jeden
Sonntag drei Euro. Und wenn es weg ist, ist es weg.“ Mann: „Mein
Sohn, der ist jetzt sechs. Der bekommt noch kein regelmäßiges
Taschengeld. Wenn er dann jetzt auch in diesem Jahr in die Schule
kommt, kann man vielleicht langsam mal damit anfangen.“ Frau:
„Spätestens irgendwie in der weiterführenden Schule sollten die so
ein kleines Taschengeld bekommen, damit die auch überhaupt mal
lernen, was so eine neue Jeans kostet und die Mama da ganz schön
lange für arbeiten muss.“

Sprecherin: Laut einer TNS-emnid-Umfrage für den Bundesverband der
Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken – kurz BVR – würden 44
Prozent der Deutschen schon ab der Einschulung Taschengeld geben.
Etwa 46 Prozent halten es hingegen für besser, erst später damit
anzufangen. Aber wie viel Taschengeld gibt es eigentlich?

O-Ton 2 (Umfrage Kids 1, 0:22 Min.): Mädchen: „Ich bekomme im
Monat zwanzig Euro.“ Junge: „Ich kriege pro eine Woche drei Euro. Und
ich habe das schon mit neun Jahren gekriegt, das Taschengeld.“
Mädchen: „Als ich fünf war: Einen Euro. Und heute bekomme ich drei in
der Woche.“ Junge: „Ich bin vier Jahre alt. Ich bekomme einen Euro
pro Tag von Mama und Papa.“ Junge: „Ich kriege 30 Euro im Monat.“

Sprecherin: Die Höhe machen Eltern am besten von Alter und
Entwicklungsstand des Kindes abhängig. Zur Orientierung: für
14-Jährige empfehlen die Jugendämter ein Taschengeld von 25 Euro
monatlich. Wofür das Geld ausgegeben wird, sollte dabei grundsätzlich
Sache der Kinder sein. Ein Punkt, mit dem sich einige Eltern schwer
tun:

O-Ton 3 (Umfrage Erwachsene 2, 0:20 Min.): Frau: „Wenn sie jetzt
natürlich shoppen gehen und die holen sich lieber Eis anstatt der
Jeans. Da muss man, finde ich, die erste Zeit noch ein bisschen mit
drauf achten.“ Mann: „Ab und zu bekommt er schon mal eins, zwei Euro
von uns zugesteckt. Da wollen wir dann aber auch schon sehen, was er
sich kauft. Da haben wir schon ein Auge drauf.“ Frau: „Das ist eher
so nach der Schule mal mit den Freunden ein paar Gummibärchen holen
oder so. Da achte ich schon drauf, dass es jetzt nicht für
irgendwelche anderen Sachen drauf geht.“

Sprecherin: Mit dieser Haltung stehen Sie nicht alleine da. In der
BVR-Umfrage sprach sich mehr als die Hälfte dafür aus, auf jeden Fall
ein Auge darauf zu haben. Eines sollten Sie dabei immer im Hinterkopf
haben: Taschengeld ist sozusagen Übungsgeld. Seien Sie also –
besonders anfangs – nicht zu hart, wenn Ihr Spross sein Budget
aufgebraucht hat, lange bevor der Monat vorbei ist. Erfüllen Sie aber
auch nicht immer gleich jeden Wunsch, der über das vereinbarte
Taschengeld hinaus geht.

Abmoderationsvorschlag:

Taschengeld ist also wichtig. Dabei sollte es nicht zu viel, aber
auch nicht zu wenig sein. Wenn Sie sich unsicher sind: jede Menge
nützliche Tipps unter anderem zum Thema Taschengeld finden Sie auch
im Netz auf dem Schulserviceportal der Volksbanken und
Raiffeisenbanken unter www.jugend-und-finanzen.de.

ACHTUNG REDAKTIONEN:

Das Tonmaterial ist honorarfrei zur Verwendung. Sendemitschnitt bitte
an ots.audio@newsaktuell.de.

Pressekontakt:
Melanie Schmergal
Tel. (030) 2021-1300
presse@bvr.de

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