Thomas Strobl Gast in „Zur Sache Baden-Württemberg“ (VIDEO)

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Donnerstag, 15. September 2016, 20.15 bis 21 Uhr, SWR Fernsehen in
Baden-Württemberg

Clemens Bratzler moderiert die Sendung. Zu den geplanten Themen
gehören:

Reizthema Vollverschleierung – Streit um das Burkaverbot

Zu Gast ist Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU)
Rund 80 Prozent der Deutschen sind gegen die Vollverschleierung
muslimischer Frauen. Das hat eine Umfrage von Infratest dimap für den
ARD Deutschlandtrend ergeben. „In Deutschland zeigt man sein
Gesicht“, heißt es oft. Doch wie sollen die Parteien auf Volkes
Meinung reagieren? Mit einem generellen Verschleierungsverbot wie in
Frankreich? Oder mit einem „Burkaverbot light“, wie es die
Innenminister der Union kürzlich forderten? Auch Baden-Württembergs
Innenminister Thomas Strobl (CDU) vertritt das Teil-Verbot, will
Burka und Niqab aus Behörden, Schulen, Unis und dem Straßenverkehr
verbannen. Er orientiert sich damit an den Bedenken von
Verfassungsrechtlern, die einem absoluten Verschleierungsverbot wenig
Chancen einräumen. Denn Artikel 4 des Grundgesetzes garantiert „die
ungestörte Religionsausübung.“ Doch Teile der CDU-Basis in
Baden-Württemberg sehen das anders. Ob Frauenunion oder mancher
CDU-Ortsverband, sie fordern ein absolutes Verbot der
Vollverschleierung in der Öffentlichkeit. Für sie steht fest: Es
gilt, klare Kante zu zeigen. Sie wollen nicht noch mehr Wählerinnen
und Wähler an die AfD verlieren. Wo steht Baden-Württembergs CDU?
Innenminister Thomas Strobl ist Gast im Studio.

Vor Ort in Baden-Baden und Meßkirch – Auf der Suche nach
vollverschleierten Frauen

Was halten Sie von der Burka-Debatte im Land? Warum sind Burka und
Niqab so wichtig? Können Sie die Ängste in der Bevölkerung verstehen?
Diese Fragen stellt SWR-Reporterin Alix Koch Burka-Trägerinnen in
Baden-Baden. Es sind zumeist Touristinnen. Sie trifft auch auf
Passanten, denen der Anblick einer vollverschleierten Frau Angst
macht. Die Burka müsse vollständig verboten werden, nicht nur auf
Ämtern und in der Schule, wie es jetzt von Teilen der CDU gefordert
wird, hört die Reporterin. Und immer wieder: Die Politik nehme die
Wähler nicht mehr ernst. So ist auch die Stimmung der Mitglieder des
CDU-Stadtverbandes Meßkirch. Sie sind voller Wut auf „die in
Stuttgart und Berlin“. Vor allem deren Vorsitzende Christa Golz: „Wir
müssen das doch ausbaden, wenn das generelle Burkaverbot nicht kommt.
Wir haben den Eindruck, dass der CDU in Stuttgart der
Koalitionsfrieden wichtiger ist, als der Wille der Bürger“, sagt sie.

Hamsterkäufe für den Ernstfall – Wie sich Bürger auf Katastrophen
vorbereiten

Prepper (vom englischen prepare, vorbereiten) legen
Notfallreserven für Bedrohungslagen wie Kriege, Cyberangriffe oder
Naturkatastrophen an. Ein Notdepot im Keller, ein stets gepackter
Fluchtrucksack und sogar eigene Bunker sollen das Überleben
sicherstellen. „Das ist kein Hobby, sondern eine Lebensphilosophie“,
sagt ein Prepper aus dem südbadischen Eimeldingen. Er fühlt sich
durch die Aussagen von Bundesinnenminister Thomas de Maizière
bestätigt. Der Minister hatte dazu aufgerufen, sich Vorräte für
mindestens 14 Tage anzulegen.

Asiatischer Laubholzbockkäfer – Hildrizhausen im Ausnahmezustand

Teile des Ortes Hildrizhausen im Landkreis Böblingen stehen wegen
des für Bäume tödlichen asiatischen Laubholzbockkäfers unter
Quarantäne. Wo der Spürhund den Käfer entdeckt, wird eine
Befalls-Zone von 100 Metern ausgewiesen, in der im Herbst fast alle
Laubbäume gefällt werden müssen.

Dorfsterben – Wie ein Tante-Emma-Laden Forchtenberg neu belebt

230 Waren von A wie Apfel bis Z wie Zahnpasta umfasst das
Sortiment der sechs Automaten, die den Dorfladen in Forchtenberg
ersetzen. Vor allem regionale Produkte und Erzeugnisse vom Hof werden
angeboten. Der automatische Tante-Emma-Laden kennt weder Feierabend
noch Feiertage, die Preise sind wie im Supermarkt. Er hat sich in der
Zwischenzeit zum Dorf-Treffpunkt entwickelt, hier erzählt man sich
die neuesten Geschichten.

PFC im Boden – Wie verseucht sind die Äcker bei Raststatt
wirklich?

Im Landkreis Rastatt ist eine Fläche von rund 400 Hektar mit der
Chemikalie PFC verseucht. Umweltschützer sprechen vom flächenmäßig
größten Umweltskandal in Deutschland. Über Dünger und Kompost soll
PFC auf die Äcker gelangt sein. Das Regierungspräsidium in Karlsruhe
gab Anfang der Woche die Nachricht an die Landwirte rund um
Baden-Baden und Rastatt heraus, dass einige Obst und Gemüsesorten nur
auf unbelasteten Böden gepflanzt werden dürfen. Über Heu könnte sich
die Chemikalie bei Tieren in Milch, Eiern und inneren Organen
festsetzen. Der Geschäftsführer der star.Energiewerke in Rastatt,
Olaf Kaspryk, will schnell handeln, um das Trinkwasser zu schützen.

„Zur Sache Baden-Württemberg“

Das SWR-Politikmagazin „Zur Sache Baden-Württemberg“ mit Clemens
Bratzler berichtet über die Themen, die das Land bewegen.
Vor-Ort-Reportagen, Hintergrundfilme, Studiointerviews und
Satirebeiträge lassen politische Zusammenhänge verständlich werden.
In der „Wohnzimmer-Konferenz“ diskutieren jeden Donnerstag zur besten
Sendezeit drei Baden-Württemberger/innen via Webcam von ihrem
Wohnzimmer aus live über aktuelle politische Themen. Das letzte Wort
bleibt dem Ministerpräsidenten des Landes vorbehalten –
computeranimiert und mit der Stimme des SWR3-Comedychefs Andreas
Müller.

Informationen unter www.SWR.de/zur-sache-baden-wuerttemberg.

SWR Mediathek: Nach der Ausstrahlung sind die Sendung und deren
einzelne Beiträge unter www.SWRmediathek.de und unter
www.SWR.de/zur-sache-baden-wuerttemberg zu sehen.

Pressefotos bei www.ARD-foto.de.

Pressekontakt:
Katja Matschinski, Telefon 0711 929 11063, katja.matschinski@SWR.de

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