Thüringische Landeszeitung: Bürokratismus pur / Kommentar von Gerlinde Sommer zur Reform der Erbschaftssteuer

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Meine kleine Nichte sagt, sie wird mal Chefin in
der Mini-Firma ihres Vaters. Da gibt es ein, zwei Festangestellte und
ein paar Teilzeitkräfte, alles in allem also mehr als drei
Beschäftigte. Wenn ich jetzt lese, was auf die Erbin eines solchen
Kleinstbetriebes zukommt, dann würde es mich nicht wundern, wenn sie
lieber gleich verkaufen statt erst mal den Laden übernehmen würde.

Klar: Die Erbschaftssteuer fiele wohl sowieso nicht besonders hoch
aus. Aber schon allein die Verpflichtung, erst mal sieben Jahre
durchzuhalten, ist ja belastend. Gerade die Kleinstbetriebe will doch
von der Erbengeneration fast keiner. Da ist für viele nur Bares
Wahres. Aus meiner Sicht müsste gerade die Fortführung solcher
Unternehmen attraktiv gemacht werden. Stattdessen: Bürokratismus pur.
Das mag den Staatssäckel füllen. Aber es wirkt nicht ermutigend.

Natürlich: Die Großunternehmen wissen viel besser zu jammern. Und
sie kennen auch die Schlupflöcher. Die Kleinen aber haben mal wieder
den Eindruck, sich ins private Risiko zu begeben. Da gibt es noch
jede Menge Vermittlungsbedarf, damit sich junge Leute trauen, als
nächste Generation ins Familienunternehmen einzusteigen.

Pressekontakt:
Thüringische Landeszeitung
Chef vom Dienst
Norbert Block
Telefon: 03643 206 420
Fax: 03643 206 422
cvd@tlz.de

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