Thüringische Landeszeitung: Die Abläufe deutlich straffen / Kommentar von Axel Zacharias zur Kritik der Länderinnenminister an den zu langen Asylverfahren in Deutschland

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Wenn die nach wie vor riesige Zahl der Flüchtlinge,
die nach Deutschland kommen, weiterhin alle vorhandenen Kräfte bis
zum Anschlag bindet, wird es nahezu unmöglich werden, aus den
Neuankömmlingen gut integrierte Mitbürger und damit auch Steuerzahler
zu machen. Das haben die Länder-Innenminister erkannt und machen
Druck, die bürokratischen Abläufe deutlich zu straffen.

Im Nachbarland Niederlande werden für die Erfassung und
Asylentscheidung nur wenige Wochen benötigt. Warum ist das
hierzulande derzeit noch regelrecht utopisch? Natürlich haben es die
Niederlande auch nicht mit solch einem Flüchtlingszustrom zu tun, wie
dies in Deutschland derzeit der Fall ist. Aber es gibt bei uns noch
viele Reserven, weil man es jahrzehntelang nicht wahrhaben wollte,
das die Bundesrepublik sich zum Einwanderungsland entwickelt, trotz
mahnender Stimmen von Experten.

Das Schlimmste, was passieren könnte, wäre, dass es nach
überlanger Wartezeit der Asylbewerber zu einem Verdrängungswettbewerb
unter den Schwächsten der Gesellschaft, zu denen dann auch die
Migranten gehören werden, kommt. Die Gesellschaft würde politisch
weiter nach rechts rücken.

Pressekontakt:
Thüringische Landeszeitung
Chef vom Dienst
Norbert Block
Telefon: 03643 206 420
Fax: 03643 206 422
cvd@tlz.de

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