Thüringische Landeszeitung: Herrlich mitgemeint / Kommentar von Gerlinde Sommer zur Ablehnung von Gender Mainstreaming durch die AfD

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Es ist doch so: Jede Frau darf sich mitgemeint
fühlen. Da wird von Menschen gesprochen, in der männlichen Form – und
irgendwie soll das auch Frauen angehen. Diese Sprachschluderei hat
sich derart festgesetzt, dass sogar Frauen die männliche Form für
sich in Anspruch nehmen: Ich bin Lehrer, sagen sie – und dabei sieht
jeder, dass da gerade eine Lehrerin spricht.

Nun kann Mann ja leicht sagen: Das ist doch alles gar kein
Problem. Hauptsache, die Frauen werden nicht ganz vergessen. Können
froh sein, dass sie nicht ganz unter den Tisch fallen … Aber: Das
Ganze ist offenbar doch ein riesiges Problem, wenn wir auf die
derzeit am stärksten wachsende politische Kraft im Land schauen. Die
AfD will all diese Differenzierungspflänzchen ausreißen – mit Stumpf
und ohne Stil.

Das geht nicht von der Thüringer AfD aus, die hat sich nur der
Karawane im Kampf gegen Gender Mainstreaming angeschlossen. Besonders
interessant wird es, wenn Frau von Storch darüber spricht. Macht sie
bestimmt auch wieder beim Bundesparteitag in Stuttgart. Ob sie
überhaupt „Sehr geehrte Damen und Herren“ sagen wird, wenn sie ans
Pult tritt?! Das ist zwar die üblich abendländische Begrüßungsformel,
aber womöglich auch eine „überflüssige männlich-weibliche
Doppelform“, so die AfD. Na ja, wer keine Sorgen hat, findet hier ein
herrliches Betätigungsfeld.

Pressekontakt:
Thüringische Landeszeitung
Chef vom Dienst
Norbert Block
Telefon: 03643 206 420
Fax: 03643 206 422
cvd@tlz.de

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