Thüringische Landeszeitung: Kein Fehlverhalten – Die Folgen einer schludrigen Arbeit / Kommentar von Axel Zacharias zur abschließenden Bewertung der Dissertation von Ursula von der Leyen

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Ursula von der Leyen ist mit einem blauen Auge
davongekommen. Der Bundesverteidigungsministerin wurde von der
Medizinischen Hochschule Hannover bescheinigt, dass ihre vor 26
Jahren verteidigte Dissertation keine derart gravierenden Fehler
enthält, dass ein Titelentzug zwingend notwendig gewesen wäre.

Ein Problem mit ihrer Vorbildfunktion wird die als
„Musterschülerin“ apostrophierte CDU-Politikerin dennoch haben. Denn
die Arbeit ist keinesfalls makellos, sie wurde schludrig angefertigt.
Nur kann eben von einem Fehlverhalten der einstigen Promovendin keine
Rede sein.

Damit sollte man es jetzt aber auch bewenden lassen. So richtig es
war, zu prüfen, als der Verdacht aufkam, so richtig ist es jetzt, das
Ganze abzuschließen. Ein Nachtreten sollten sich auch die Gegner von
der Leyens verkneifen. Die Bundesministerin darf damit auf eine
Fortsetzung ihrer politischen Karriere hoffen. Schließlich wurde sie
ja in der Vergangenheit durchaus als mögliche Kandidatin für die
Nachfolge von Angela Merkel als Kanzlerin gehandelt …

Pressekontakt:
Thüringische Landeszeitung
Chef vom Dienst
Norbert Block
Telefon: 03643 206 420
Fax: 03643 206 422
cvd@tlz.de

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